Seit Kyrill "oben ohne"

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Prien - Seit dem Sturm "Kyrill" 2008, fehlt der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt das Turmkreuz. Ein Sanierungskonzept wird nun erarbeitet.

Wie Dekan Pfarrer Bruno Fink in der Versammlung des Pfarrverbandsrates am Mittwochabend im Pfarrsaal in Prien bekannt gab, stehen noch wichtige Untersuchungen zum Raumklima an. Deren Ergebnisse brauche man, um dann die richtigen Maßnahmen ergreifen zu können. Der Klimawandel mache auch vor der Kirche in Prien nicht halt. Kleinstmikroben sollen durch das passende Be- und Entlüftungssystem keine Chance haben.

Konkrete Kostenschätzungen gebe es noch nicht, so Fink. Im Raum stehe aber eine Kostensumme von rund 500000 Euro.

Es war die erste Pfarrversammlung nach der Gründung des Pfarrverbands. Dekan Fink freute sich, dass rund 35 Mitglieder den Weg ins Pfarrheim gefunden hatten. Auch das aktuell schwierige Fahrwasser, in dem sich die Kirchen in Deutschland und in der Welt befinden, verschwieg Fink nicht. Allerdings konnte er für Prien und für den Pfarrverband ausmachen, dass hier die Welt eigentlich noch in Ordnung sei. Von einer Glaubwürdigkeitskrise sei nichts auszumachen. Ganz im Gegenteil, Fink erinnerte an die beiden schönen Primizfeiern, an die beiden neuen jungen Seelsorgerinnen, die vielen kirchlichen Angebote, an die zahlreichen Kindergottesdienste und den Kinderbibeltag sowie die schönen und gelungenen Kirchenfeste, an denen sich auch immer die Vereine beteiligten. In den Vordergrund stellte er auch die kirchennahen Institutionen, die seinen Angaben zufolge hervorragende Arbeit leisten.

Bevor er auf die - auf den Nägeln brennende - Frage "wann denn endlich das Kreuz wieder auf die Kirche kommt" einging, zählte er zahlreiche Renovierungsmaßnahmen auf, die in den letzten Monaten angepackt worden seien. Unter anderem nannte er die Beseitigung der Hagelschäden und vor allem die Reinigung der Kirchenorgel. Diese Maßnahme sei wegen Schimmelbefalls notwendig geworden und habe rund 56000 Euro gekostet, so Fink.

Neben Prien sei auch die Urschallinger Kapelle davon betroffen, dass man dringend das Raumklima untersuchen müsse. Gerade die kostbaren Fresken dort gelte es zu erhalten. "Wir werden außerdem nicht umhin kommen, das Schindeldach zu erneuern", zählte der Dekan weiter auf. Vom Hagel getroffen worden sei auch das Dach des Pfarrheims in Wildenwart, das erst vor acht Jahren erneuert worden sei.

Die "Kreuz"-Frage harre hingegen noch ihrer Lösung, so der Monsignore weiter. Es zeichne sich ab, dass die Erzdiozese erst im Februar 2012 eine Entscheidung treffe. Grund sei, dass sich die Arbeit für den Rimstinger Architekten Anton Michael als schwierig erwies. "Es gibt von der Kirche Mariä Himmelfahrt keinen Plan", informierte Fink die Versammlung. Michael sei dabei, alle Problembereiche zusammenzufassen und dann eine solide Kostenrechung aufzustellen.

Neben dem Kreuz gelte es vor allem das Raumklima in der Kirche im Auge zu behalten, eine entsprechende Heizung zu planen und ein besseres Be- und Entlüftungssystem zu schaffen. Fink wies allein auf die Kosten für ein Fassadengerüst hin, daher müsse vorher alles gut durchgeplant sein.

Rund 500000 Euro stehen ihm zufolge als Kostenvolumen im Raum, auch wenn man den eigentlichen Rahmen noch nicht abschätzen kann. Rund 70 Prozent davon übernehme die Diözese, 30 Prozent treffe die Pfarrgemeinde. Angesicht der geschätzten 150000 Euro rief der Pfarrer die Mitglieder in der Versammlung auf zu spenden.

daa

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © pa

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