Semmeltaste für die Kurzparker

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Auf dem neuen Parkplatz nördlich des Friedhofs finden 60 Fahrzeuge Platz. 35 Stelplätze bleiben Realschullehrern vorbehalten, für die übrigen 25 wird es Langzeittarife für vier Stunden oder den ganzen Tag geben. Foto db

Prien - Eine Viertelstunde können Autofahrer künftig ihre Wagen an bestimmten Plätzen im Zentrum abstellen, ohne bezahlen zu müssen.

Die Parkscheinautomaten werden noch heuer mit einer so genannten Semmeltaste nachgerüstet. Für Kurzeinkäufe ist Parken dann unter anderem am Wendelsteinplatz, am Bahnhofsvorplatz und in der Hochries- zwischen See- und Wendelsteinstraße bis zu 15 Minuten gebührenfrei.

Der Marktgemeinderat hat in seiner Sitzung am Mittwochabend einige Änderungen der Parkgebührenordnung beschlossen. Die Einführung der Kurzparkkarte ("Semmeltaste") hatte der Hauptausschuss vor einem halben Jahr bereits vorberaten und empfohlen. Der Rat schloss sich dem nun an.

Wer nur kurz etwas im Ortskern erledigen muss, kann sein Auto dann auch in Teilen der Schul- und Höhenberg- sowie der Wendelsteinstraße und auf dem Parkplatz neben dem Heimatmuseum 15 Minuten kostenlos abstellen, wenn er einen entsprechenden Kurzparkschein löst.

Bevor die Änderungen greifen, muss allerdings eine Fachfirma die betroffenen Parkscheinautomaten umrüsten. Dehalb steht der Termin noch nicht endgültig fest. Wenn die Arbeiten erledigt sind, wird Parken auf dem Bahnhofsvorplatz und entlang der Hochries- zwischen See- und Wendelsteinstraße teurer. Wer nicht die "Semmeltaste" drückt, muss dort künftig 20 statt bisher zehn Cent pro angefangener zehn Minuten bezahlen.

Festgelegt hat der Marktgemeinderat auch die Regularien für die Benutzung des neuen Parkplatzes nördlich des Friedhofs an der Neugartenstraße. 35 der 60 Stellplätze sind während der Schulzeit kostenfrei für die Lehrkräfte der nahen Realschule reserviert. Dies soll im Sinne von Trauergästen vor allem auch den Parkplatz vor dem Haupteingang östlich des Friedhofs entlasten.

Joachim Bensemann (FW) regte an, auf der engen Zufahrt durch die Neugartenstraße zum neuen Parkplatz ein absolutes Halteverbot zu verhängen, um Wartezeiten im Gegenverkehr, vor allem morgens, zu vermeiden. Aus Sicht der Verwaltung, die sich auch auf Absprachen mit der örtlichen Polizei bezog, besteht dazu kein Anlass, da unter anderem für den Begegnungsverkehr eine Ausweichbucht bestehe.

Für die frei verfügbaren 25 Stellplätze nördlich des Friedhofs legte das Gremium Gebühren von drei Euro für vier Stunden beziehungsweise fünf für eine Tageskarte fest. Diese Sätze gelten während der Ferien für alle 60 Stellplätze.

Mit diesen Langzeittarifen soll zum einen der Parksuchverkehr in Grenzen gehalten und zum anderen Besuchern von Beisetzungen die Möglichkeit eröffnet werden, während der Parkzeit auch noch an Trauermahlen teilnehmen zu können. Bevor der neue Parkplatz seiner Bestimmung übergeben werden kann, muss allerdings noch ein Parkscheinautomat angeschafft und installiert werden.

Monats- und Jahreskarteninhaber können diese Stellplätze nicht nutzen. Für diese Arbeitnehmer örtlicher Firmen, die von außerhalb kommen oder mindestens zwei Kilometer von ihrem Arbeitsplatz entfernt wohnen, stehen weiterhin die Parkplätze entlang der Bahngleise und Beilhackstraße-West zur Verfügung.

Parkgebühren werden künftig auch im kompletten östlichen Teil der Geigelsteinstraße - zwischen Bernauer und Hochriesstraße- fällig, und zwar zehn Cent pro angefangene zehn Minuten. Ausgenommen sind einige private Stellplätze dort ansässiger Firmen.

Bewährt hat sich nach Angaben der Verwaltung die so genannte Kinokarte auf dem Wendelsteinplatz und entlang der Wendelsteinstraße. Seit ihrer Einführung im November vergangenen Jahres haben gut 160 Besucher von "Mike"s Kino" dieses Angebot in Anspruch genommen. Beim Besuch einer Nachmittagsvorstellung zahlen sie für drei Stunden pauschal fünf Euro. Die Hälfte wird an der Kinokasse erstattet.

db/Chiemgau-Zeitung

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