"Singen ist unsere Sach"

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Der Singkreis Grabenstätt überreicht dem Ehepaar Ramstötter Blumen und einen Geschenkkorb.

Grabenstätt - "Griaß eng Gott, im Chiemgau gibt's schene Leid, ihr segts es ja heid." Mit diesem Lied begrüßte der Grabenstätter Männerchor den Singkreis um Sigi Ramstötter, der sein 30. Jubiläum beging.

Der Festabend im Saal des "Grabenstätter Hof" war angereichert mit echter Volksmusik, Anekdoten und Couplet. "Singen, musizieren, tanzen ist unsere Sach", so Sigi Ramstötter in seiner Begrüßung. Seit nunmehr 30 Jahren treffen sich die sangesfreudigen Frauen und Männer einmal im Monat im Pfarrsaal. "Herzlich wenig", wie Ramstötter meinte, doch wie sehr es ihn freue, dass die Leute von überall her kommen.

Von ihrer Freude am Singen und dem beachtlichen Können des Chores konnten sich die begeisterten Zuhörer überzeugen, als unter anderem "de oide Rumbundl" oder wunderschön "is am Himme koa Stern" angestimmt wurden. Bürgermeister Georg Schützinger würdigte die Leistungen des Teisendorfers Sigi Ramstötter und seine Ideen. So gehörten die bayerischen Maiandachten und das Adventsingen mit dem Singkreis zum festen Jahresprogramm in Grabenstätt.

Zum Lachen brachte Gustl Lex die Gäste, als er etliches zum Thema Schönheit zum Besten gab. Sagt am Stammtisch ein Gast, "mei Nachbarin is so greislich, dass mir`s scho als Kind beim Versteckste spuin net gern g`sucht ham". Herrlich auch seine Geschichte von der Höslwanger Fahnenweihe, die friedlich begann und mit abgerissenen Ohrwascheln endete.

Erinnerungen an früher tauchten auf, als die Coupletsänger Schorsch (86) und Sigi (80) Ramstötter ihre alten Lieder aufleben ließen. Die Teisendorfer Polka spielten Ishild und Sigi Ramstötter auf der Okarina, begleitet von Manfred Perchermaier auf der Gitarre. Ein Gedicht über 30 treue Jahre verfasst hatte Liesi Rimsl, vorgetragen wurde es von Christa Lentner, beide vom Singkreis. "Springt da Hirsch übern Boch" und "s Dirndl is wundersche" meinte der Ramstötter Familiengsang.

Die Tanzlmusi spielte die Polka " da Gschwinde" auf. Eine Rarität ist das Binderlied. Dazu schlugen früher die Fassbinder mit einem Schlegel den Reif gleichmäßig im Takt an das Fass. Mit dem "Oberlandler Bauer" und der Erkenntnis, "mia san de oidn, unser Gesicht voller Foitn, auf`m Kopf de grauen Hoor, jetzt sans do, de schen Johr" warteten die Weisenbläser auf. Den Festabend beschlossen der Singkreis mit dem "Alperer" und der Männerchor mit dem Lied "weil"s nachad Zeit is".

kem/Chiemgau-Zeitung

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