Solide Struktur mit Investitionsmöglichkeiten

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Für den Endorfer Ortsteil Antwort laufen derzeit größere Planungen wie der Ausbau der Dorfstraße und eine damit verbundene Hangwasserverbauung im Gesamtvolumen von 560.000 Euro.

Bad Endorf - Auf großes Interesse stieß die jüngste Bürgerversammlung. Über 100 Interessierte waren gekommen um sich aus erster Hand über die aktuellen Entwicklungen zu informieren.

Das Ende bildete ein angeregter Gedankenaustausch, bei dem sich auch die Bürger zu Wort meldeten. Zu Beginn ihres Sachvortrages hieß die Bürgermeisterin mit einem herzlichen "Grüß Gott" den neuen katholischen Geistlichen, Pfarrer Stefan Bauhofer, den neuen Schulrektor Maximilian Schweiger sowie den neuen Rathaus Geschäftsleiter Matthias Maier in Bad Endorf Willkommen. Im Anschluss daran stellte sie den Anwesenden die Neuausrichtung des Verwaltungsaufbaus vor. Auf dem neuen Rathaus-Organigramm gliedern sich seit 1. Mai der Bürgermeisterin und der Geschäftsleitung die vier gleichberechtigten Fachbereiche "Hauptverwaltung", "Finanzwirtschaft", "Bauamt" und "Touristik" an. In diesem Zusammenhang soll ein barrierefreies Bürgerbüro mittelfristig installiert werden. "Mit den ersten Umsetzungsmaßnahmen hierzu wird in 2011 begonnen", so die Rathaus-Chefin.

Mehr Einwohner und weniger Schulden

Mit dem Zahlenmaterial von 17 Marktgemeinderats- und 29 Ausschusssitzungen in denen 408 Gemeinderats- und 214 Ausschussbeschlüsse auf den Weg gebracht führte Unverdorben ihre Ausführungen fort. Den aktuellen Einwohnerstand bezifferte sie auf 7884, 101 Einwohner mehr als noch 2010.

Den ersten wichtigen Eckpunkt bildeten ausführliche Ausführungen zum Haushalt 2011, der Verwaltungshaushalt schlägt mit 11,8 Millionen Euro zu Buche und der Vermögenshaushalt wird mit 2,75 Millionen Euro angesetzt. "Wir haben eine solide Finanzstruktur mit behutsamen Investitionsmöglichkeiten, die dunkle Talsohle scheint durchschritten", bilanzierte sie. Erläuterungen zu Personalkosten, Steuerausfällen, Pflichtausgaben, der Kreisumlage, Schlüsselzuweisungen, Straßenausbesserungsmaßnahmen sowie Investitionen und Investitionsstaus komplettierten den Bericht.

Nach Erläuterungen zum Prüfungsbericht des Bayerischen Kommunalen Prüfungsverbandes bezifferte die Bürgermeisterin den Schuldenstand abschließend auf 17,8 Millionen Euro, 2010 lag dieser noch bei 20,2 Millionen. Damit liege die Pro-Kopfverschuldung noch bei 2197 Euro. Unverdorben stellte fest, dass der Haushalt 2011 mit Augenmaß in eine solide Struktur gegossen ist. Zudem beinhalte er vorsichtige Investitionsmöglichkeiten. Zu übertriebenen Pessimismus gebe es keinen Anlass. Als Marschrichtung gab sie aus: "Weiter die engagierte Konsolidierung des Haushaltes fortführen."

Im Anschluss daran streifte sie verschiedene Investitions- und Baumaßnahmen die bereits abgeschlossen sind, derzeit noch laufen oder in Kürze in Angriff genommen werden. Dazu gehörte unter anderem das Feuerwehrgeräte- und Bürgerhaus im Ortsteil Antwort, die energetische Sanierung des Kindergartens im Ortsteil Hirnsberg, das Moorbad, der Ausbau der Forststraße und des Ofenlochweges, umfangreiche Modernisierungsmaßnahmen am Bahnhof (Barrierefreiheit am Gleis 2), der Ausbau der Antworter Dorfstraße samt Hangwasserverbauung, das Kreiselprojekt am Kirchplatz, Pläne für das Furtner-Areal, den Handwerkerpark Süd sowie den Wiebel Park und Aussagen zum Glasfasernetz.

Dem folgten auch Ausführungen zur Gesundheitswelt Chiemgau (GWC), zu Übernachtungszahlen samt Bettenangebot, zur Zusammenarbeit mit Tourismusverbänden sowie zu Schulstrukturmaßnahmen. Lobende Worte zur breit angelegten und engagierten Vereinsarbeit, Tätigkeiten von Arbeitskreisen als auch ein Ausblick auf diverse Großereignisse im Gemeindebereich rundeten den Sachvortrag ab.

Bei der anschließenden Aussprache hatten die Bürger noch die Möglichkeit, sich zu verschiedenen Themenbereichen zu äußern.

re/Oberbayerisches Volksfest

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