Spannende Opti-Woche des Chiemsee-Yachtclubs

Prien - Sage und schreibe 104 Kinder hatten sich zur legendären Opti-Woche des Chiemsee-Yachtclubs (CYC) in diesem Jahr angemeldet. Dabei kam der Spaß nicht zu kurz.

Die Opti-Woche bedeutet in der Regel, dass dann die jungen Kapitäne das Ruder selber in die Hand nehmen und mit ihren kleinen Optimisten auslaufen, um das "Bayerische Meer" zu bezwingen.

Dieses Mal hatten sie leichtes Spiel, denn es war viel zu wenig Wind. Andere Länder, andere Windverhältnisse: Für eine junge Seglerin vom österreichischen Achensee war der Chiemsee, zumindest "windtechnisch", eine Enttäuschung. Auch wenn sonst alles ganz super gewesen sei, wie auch ihre Segelkameraden nickend und mit strahlenden Augen bestätigen.

"Vor allem die Regatten, die waren echt super", schwärmte ein Bub und freute sich, dass noch drei weitere aus seiner Gruppe am "Silber Delphin" teilgenommen haben. Diese Opti-Regatta am Ende der Jugendwoche ist kein Muss, aber wer dabei sein kann und will, für den ist dieser Wettkampf ein Höhepunkt.

Die Sieger der CYC-Jugendwoche: Sophie Kadel, Daniela Beckmann (beide 420er), Felix Fauner (2.4er) und Alexander Neufang (Opti, von links).

Neben dem "Segler-Latein" stand aber auch Theorie auf dem Lehrplan und so lernten die Mädchen und Buben, wann bei welchem Wind die eine oder andere Segelstellung förderlich ist und wann eben nicht.

Dass man mit seinem Körpergewicht wesentlich zum Trimm betragen kann, war letztlich nach der Kenterübung jedem klar. "Wir hatten aber alle Schwimmwesten an", erklärte die Runde der Kinder in einer der großen Bootshallen des CYC.

Dort wurde auch zwei Mal abends der Grill angezündet, was bei den Mädchen und Buben ganz hervorragend ankam.

Selbstverständlich wurde auch gebadet, wenn die Schiffe wohl verstaut auf dem Trockenen lagen.

Knud Jansen und eine ganze Crew ehrenamtlicher Helfer, sowie eine Vielzahl von Eltern, sorgten dafür, dass alles gut organisiert war. Bei 104 Kindern kein leichtes Unterfangen, wie ein Kurzbericht von Franz Feil, dem neuen Hafenwart, zeigte.

Demnach waren insgesamt elf Motorboote als Begleitschiffe im Einsatz, um die jungen Segler anzuleiten, aufzupassen und im Notfall zu bergen. "Drei besitzt der Club selbst", den Rest habe man sich von den umliegenden Vereinen ausgeliehen, so Feil.

Auch bei den Optimisten sei man auf andere Clubs zugegangen, denn die Jugend-Wochen überschneiden sich oft und nicht jeder der teilnimmt, besitzt ein eigenes Schiff. "Wir helfen da alle zusammen, sonst kann man so was nicht stemmen", ist Feil froh um die gegenseitige partnerschaftliche Unterstützung.

daa/Chiemgau-Zeitung

Rubriklistenbild: © Berger

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