280 Kinder in zwölf Klassen

Grundschulen starten ins Schuljahr

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"Zu Fuß zur Schule": Unter diesem Motto sollen die Priener Grundschüler in der zweiten Unterrichtswoche motiviert werden, sich nicht von Mama oder Papa mit dem Auto bis vor die Schultür fahren zu lassen.

Prien - Viele neue Gesichter gibt es in diesem Schuljahr an den Priener Grundschulen. In diesem Jahr gibt es eine Klasse weniger

"Das Zusammenwachsen hat sich positiv gestaltet und ist gut gelungen." Ein Jahr, nachdem die Grundschule Wildenwart unter den Rettungsschirm der Franziska-Hager-Grundschule Prien geschlüpft ist und so der drohenden Schließung wegen zu weniger Schüler aus ihrer Heimatkommune Frasdorf entging, zieht Rektorin Elisabeth Neuert-Kaiser ein zufriedenes Zwischenfazit. Wildenwart sei integriert, aber in einigen Bereichen durchaus eigenständig, und das sei auch so gewollt.

Gleichwohl wurde heuer in Abstimmung mit dem Schulamt und der Marktgemeinde der Schulsprengel nochmal geändert, um möglichst gleich große Klassenverbände zu schaffen. Priener Kinder aus dem Bereich rund um die Neugartenstraße fahren deshalb mit dem Bus in die Außenstelle nach Wildenwart. "Versetzungen" werde es aber nicht geben, betont die Schulleiterin. "Wer hier eingeschult wurde bleibt auch hier", zerstreut sie Bedenken von Priener Eltern und ihrem Nachwuchs.

Mit zwölf Klassen (je drei pro Jahrgangsstufe) hat die Grundschule eine weniger als im Vorjahr, die Schülerzahl sinkt um zehn auf 280. 200 von ihnen (zwei Klassen pro Jahrgang) drücken in der Marktgemeinde die Schulbänke, 80 (je eine erste bis vierte Klasse) in Wildenwart. Dort sind nun noch die zweite (18) und die vierte (16) Klasse mit verhältnismäßig wenig Schülern besetzt, ansonsten ist die Verteilung recht ausgewogen.

Mit 77 Abc-Schützen (34 Buben, 43 Mädchen) rückt noch einmal ein geburtenstarker Jahrgang nach - in keiner anderen Stufe hat die Schule so viele Kinder.

Die 1a (26 Schüler) bekommt mit der Prienerin Eva Seebacher eine Klassenlehrerin, die ebenso neu an der Franziska-Hager-Grundschule ist (sie war bisher in Rohrdorf) wie ihre künftigen Schützlinge. Die 1b (26 Kinder) wird Carola Schneider unterrichten, die 1c in Wildenwart (25) Uta Höper, die bisher zur mobilen Reserve gehörte, also meist an andere Schulen abkommandiert wurde, wenn dort Personal fehlte.

Die neuen Lehrer an der Grundschule: Evelyn Hohenleitner, Uta Höper ,Anna Schlemmer (kniend von links), Walter Liehmann und Eva Seebacher.

Neue Gesichter im Kollegium, die das Schulamt in die Marktgemeinde versetzt hat, sind Evelyn Hohenleitner (Klasslehrerin der 3c in Windenwart), die aus Obing nach Prien wechselt, Gesine Braungart (evangelische Religion) und Walter Liemann (katholische Religion). Er nimmt die Stelle von Irmgard Resch ein, die ebenso wie Maria Kotulek, Anna Knorn, Johanna Naumann, Martina Lillig und Andrea Schirn die Schule aus unterschiedlichen Gründen verlassen haben. Vier Lehrkräfte, die in einzelnen Klassen WTG (Werken und textiles Gestalten) geben, vervollständigen die Lehrertruppe.

Susanne Moka und Anna-Maria Schlemmer sind zwar offiziell an der Franziska-Hager-Grundschule stationiert, als mobile Reserve aber wahrscheinlich meist an anderen Standorten im Einsatz.

Neuert-Kaiser sieht es mit Bedauern, dass von den zahlreichen Arbeitsgemeinschaften - freiwilligen Angeboten am Nachmittag, die allesamt mit zumeist 25 bis 30 Kindern auf großes Interesse gestoßen waren - nur noch die Bläser übrig geblieben sind. Theater, Schulforum, Zirkusschule oder der Leseclub müssen gestrichen werden, weil die Regierung nicht mehr genug Lehrerstunden dafür genehmigt.

Schon traditionell stellt die Franziska-Hager-Grundschule das Jahr unter ein Motto. Heuer heißt es "Der Umwelt zuliebe - informieren, kooperieren, experimentieren, präsentieren". Neuert-Kaiser, Konrektorin Michaela Demmel und das Kollegium wollen das Verantwortungsbewusstsein von Eltern wie Kindern für das weite Feld von Natur- und Umweltschutz schärfen. Die Eltern bekommen zum Schuljahresbeginn ausführliche Informationen an die Hand. Als erste Aktion soll gleich in der zweiten Schulwoche (17. bis 21. September) versucht werden, möglichst viele Eltern dazu zu bringen, ihren Nachwuchs nicht mit dem Auto bis vor die Schule zu kutschieren, sondern die Kinder zu Fuß oder mit dem Rad auf den Schulweg zu schicken.

Dirk Breitfuß (Chiemgau-Zeitung)

Quelle: rosenheim24.de

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