Staatsanwalt und Polizei bei GWC

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Staatsanwaltschaft und Polizei durchsuchten die Geschäftsräume der GWC

Bad Endorf - Aufregung in der Gesundheitswelt Chiemgau (GWC): Wie erst jetzt bekannt wurde, durchsuchten bereits am vergangenen Donnerstag Staatsanwaltschaft und Polizei die Geschäftsräume der GWC.

Es besteht ein Anfangsverdacht auf Vermögensdelikte, speziell der Untreue.

Dieter Bezold, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, erklärte, 13 Mitarbeiter der Polizei und ein Staatsanwalt seien in Bad Endorf vorstellig geworden. "Da mehrere Räumlichkeiten durchsucht werden sollten, setzten wir entsprechend Polizeikräfte ein." Die Anzahl lasse aber keineswegs Rückschlüsse auf die Dimension der Vorwürfe zu. Material, "das in einen Autokofferraum passt", sei beschlagnahmt worden, so Bernd Magiera, Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Rosenheim. Er bestätigte, dass nun ein Ermittlungsverfahren laufe.

In den kommenden Wochen werden von speziell in Wirtschaftsfragen ausgebildeten Spezialisten der Polizei die Unterlagen geprüft. Wie lange das dauern werde und wann mit einem Zwischenbericht zu rechnen sei, konnte der Polizeisprecher nicht sagen.

"Ich kann nicht einmal bestätigen, dass überhaupt etwas herauskommt", so Bezold.

Otmar Steßl, Vorstandsvorsitzender der GWC, bestätigte, dass die Polizei auch in seinem Büro auftauchte. "Das war wie im Krimi. Ich war völlig ahnungslos." Er habe sofort mit den Einsatzkräften kooperiert und die geforderten Unterlagen herausgegeben. "Ich habe mir nichts vorzuwerfen und sehe deshalb dem Ausgang der Sache sehr optimistisch entgegen." Schon in der Vergangenheit sei immer wieder versucht worden, ihm etwas am Zeug zu flicken. "Vergeblich. Ich habe definitiv nicht in die Kasse gegriffen und mich bereichert." Doch kämen diese Anschuldigungen zeitlich gut getimt: "In rund sechs Wochen ist Hauptversammlung der GWC."

Eine Stellungnahme aus der Marktgemeinde war gestern Nachmittag nicht zu erhalten.

von Sigrid Knothe/Oberbayerisches Volksblatt

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