Startschuss für Bau von Kreisverkehr

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Die Einmündung der Autobahnausfahrt Bernau in die Bundesstraße 305 wird in den nächsten Wochen in einen Kreisverkehr umgebaut.

Bernau - Auf diesen Tag hat die Gemeinde jahrelang gewartet: Am Montag beginnt der Umbau der Einmündung der Autobahn-Ausfahrt Bernau in die B 305 zu einem Kreisverkehr.

Das Staatliche Bauamt Rosenheim nimmt sich vor, wie dessen Leiter Claus-Werner Olk in einem Gespräch mit der Chiemgau-Zeitung sagte, ihn bis zum 26. Oktober fertigzustellen. Die Kosten alles in allem bezifferte er auf 1,2 Millionen Euro.

Die Einmündung der Ausfahrt in die Bundesstraße 305 ist seit Jahren ein Nadelöhr. Vor allem in der Urlaubszeit, wenn viele Gäste an den Chiemsee und den Chiemgau fahren, bilden sich immer wieder Staus. In steter Regelmäßigkeit hatte die Gemeinde den Freistaat und das ausführende Straßenbauamt in Rosenheim in der Vergangenheit gedrängt, einen Kreisverkehr zu bauen. Doch einmal fehlte das Geld, ein andermal war der Grund und Boden, der für den Kreisel benötigt wird, nicht zu bekommen. Jetzt jedoch hat's geklappt - der Bau beginnt.

Der Außendurchmesser beträgt 60 Meter, die Fahrbahn ist acht Meter breit und ermöglicht das Befahren auf zwei Streifen. "Der Kreisel erhält wegen der Leistungsfähigkeit zweistreifige Zufahrten und aus Sicherheitsgründen einstreifige Ausfahrten", erläutert Olk die Planung. Die Anbindung der Theodor-Sanne-Straße, der Zufahrt zur Tankstelle, werde so gestaltet, dass das Linkseinbiegen nach Bernau nicht möglich sein wird. Nach Bernau gelange der Autofahrer durch Rechtsabbiegen auf eine separate Spur und einen kleinen Umweg über den Kreisel.

Der bestehende Pendlerparkplatz, den die Gemeinde als zu klein betrachtet, wird aufgelöst und von einem neuen, größeren ersetzt. Die Gemeindestraße zum Ortsteil Bichling wird umgelegt und an den Kreisverkehrsplatz als vierter Arm angeschlossen. Im Zuge dieser Neuanlegung wird der neue Pendlerparkplatz eingegliedert.

Die Bauarbeiten laufen in den nächsten Wochen, während gleichzeitig der Verkehr aufrechterhalten wird. Laut dem Leiter des Straßenbauamtes muss jedoch der Verkehr von und zur A 8 über eine Behelfsfahrbahn und über die Theodor-Sanne-Straße umgeleitet werden.

Für die Herstellung der Deckschicht sei dann im Oktober eine zweitägige Vollsperrung des südlichen Anschlusses an die Autobahn vonnöten, so Olk weiter. Die Umleitung erfolge dann für zwei Tage über die Anschlussstellen Frasdorf und Felden.

Hatte das Straßenbauamt Rosenheim ursprünglich geplant, mit dem Bau des Kreisverkehres schon früher in diesem Jahr zu beginnen - von einem Startschuss bereits zu Pfingsten war einmal die Rede -, so verschob ihn die Behörde dann auf August. Zum einen habe das Straßenbauamt die Planung insbesondere im Hinblick auf den vierten Ast und die Neuanlage des Pendlerparkplatzes noch einmal in Absprache mit der Gemeinde überarbeitet, so Olk. Zum anderen habe die Behörde den Baubeginn schließlich ganz bewusst in die Zeit nach der Hauptsaison mit den vielen Urlaubern gelegt, um das Geschäft in den Tourismusbetrieben so wenig wie möglich zu beeinträchtigen.

pü/Chiemgau-Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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