Statt Altenheim nun ein Wohngebiet

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(Symbolbild)

Übersee - Wo vor rund drei Jahren am Albererweg noch ein Altenheim für 80 Betten geplant war, wird in naher Zukunft ein Wohngebiet mit sieben Bauplätzen entstehen.

Die entsprechende Änderung des Bebauungsplanes für das rund 5500 Quadratmeter große Areal hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung mehrheitlich beschlossen.

Der frühere Bürgermeister Franz Gnadl hatte in der vergangenen Legislaturperiode die Idee eines Altenheims vorangetrieben. Die Überseer sollten in ihrem Dorf bleiben und mühelos besucht werden können, wenn sie alt und ge-brechlich werden. Die Verteilung der alten Überseer Bürger auf Altenheime in der Region sollte nach Gnadls Meinung ein Ende haben.

Das Grundstück am Albererweg - damals in Privatbesitz - schien aus damaliger Sicht ideal und auch ein Investor wurde schnell gefunden. Die Suche nach einem Betreiber gestaltete sich danach aber äußerst zäh.

Bürgermeister Marc Nitschke, seit 2008 im Amt, war wegen eines möglichen Baubeginns seither in engem Kontakt mit dem Investor. Der Gemeindechef machte von Anfang an keinen Hehl aus seiner Meinung, dass das Altenheim am Albererweg eine Fehlplanung gewesen sei. Im Landkreis Traunstein sei der Bedarf an Altenheimen reichlich gedeckt, so Nitschke.

Als dann der Investor signalisierte, dass das Altenheim mangels eines Betreibers nicht realisiert werden könne, blieben nur die beiden Möglichkeiten, das Grundstück vergammeln zu lassen oder es zu nutzen, wie es Nitschke in der Sitzung formulierte. Auf Grund von sich häufenden Anfragen nach Bauland habe sich die Gemeinde dann "zu einem reellen Preis" zum Kauf des Areals entschieden.

Die Planung sieht nun insgesamt sieben Bauplätze vor, vier davon werden nach dem so genannten "Traunsteiner Modell" zu günstigen Konditionen an Einheimische vergeben.

Bis auf Wolfgang Hof-mann (Bayernpartei) stimmten alle Gemeinderäte dieser Lösung zu. Hofmann bedauerte ausdrücklich diese Entwicklung. Er hätte gern an der Realisierung eines Altenheims in Übersee festgehalten.

vd/Chiemgau-Zeitung

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