Sternsinger sammeln fast 15.000 Euro

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Die Sternsinger präsentieren die stolzen Summen von 184400 Kilo an Süßigkeiten, die sie nichtkonsumiert sondern ebenso brav gesammelt haben wie die fast 15000 Euro. Mit ihnen freuen sich Pfarrer Johannes Bacher (links), Betreuerin Marita Kreuz und Bürgermeister Klaus Daiber.

Bernau - Der Pfarrfamilienabend am Vorabend des Heilig-Dreikönig-Festes hat seit über 80 Jahren Tradition. Höhepunkt dabei sind der Auftritt der Sternsinger und die Bekanntgabe des Erlöses aus ihrer Sammlung.

Fast 15.000 Euro sind diesmal zusammengekommen, die 70 Waisenkindern in Nairobi zugute kommen. Ihr Wohnheim, das "Nest", wird von der Pfarrgemeinde Bernau finanziert.

"Das ist in der Tat ein echter Pfarrfamilienabend", stellte Pfarrgemeinderatsvorsitzender Rainer Wicha angesichts der rund 200 Besucher jeden Alters fest, danz so, wie es sich Pfarrer Josef Bacher in seiner Gottesdienstansprache gewünscht hatte. Auch wenn der Ablauf dieses Abends in jedem Jahr nahezu gleich verlaufe, demonstriert die Pfarrfamilie dennoch die Zusammengehörigkeit der katholischen Pfarrgemeinde St. Laurentius.

Dazu gehört wie das "Amen in der Kirche" der Vortrag von Pfarrer Bacher. Er sprach alle Themen an, die den Migliedern der Pfarrfamilie "unter den Nägeln brennen". So die Tatsache, dass die Pfarrkirche immer noch eingerüstet ist. Darauf angesprochen habe ihn unter anderen ein Feriengast aus Berlin. "Der müsste eigentlich daran gewöhnt sein", sagte Bacher humorig und spielte dabei auf die Verhüllung des Reichstags an.

Sachlich jedoch informierte der Ortspfarrer die Besucher darüber, dass das Gerüst um die Kirche noch ein halbes Jahr stehen werde, habe doch Kirchenpfleger Bernhard Kreuz mittlerweile festgestellt, dass das Dach reparturbedürftig sei. Aus Kostengründen werde das im Zuge der Kirchenfassade auch gleich in Angriff gnommen.

Humorvoll verpackte Bacher auch die übrigen Themen wie den "Dauerbrenner neue Orgel". Er teilte mit, dass ein Bernauer vor kurzem 10.000 Euro dafür gespendet hatte. In diesem Sinne erzählte Bacher scherzhaft von einem Pfarreimitglied und seiner Frage "Herr Pfarrer, komme ich in den Himmel, wenn ich eine Million spende?". Die Antwort habe gelautet: "Garantieren kann ich es nicht, aber Sie können es ja einmal probieren".

Zu einem Marsch der Musikkapelle Bernau marschierten die 42 Sternsinger in ihren bunten Gewändern ein. Sie präsentierten ein Plakat mit der stolzen Summe von exakt 14.776,27 Euro, die sie bei ihrer Wanderung von Haus gesammelt haben. Ihre Betreuerin Marita Kreuz ließ Pfarrer Bacher, Bürgermeister Klaus Daiber, Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Wicha und Kirchenpfleger Bernhard Kreuz das Gewicht der Süßigkeiten erraten, die die Mädchen und Buben zudem bekommen haben. Keiner von ihnen schätzte richtig: Auf der Waage waren exakt 184.400 Kilogramm.

Auch freute sich Günther Bauer über die rund 1000 Euro, die bei einer Tombola mit wertvollen Preisen am Pfarrabend für das von ihm betreute Projekt "Leben mit Handicap" zusammen kamen.

Umfangreich war die musikalische Umrahmung des Pfarrfamilienabends. Neben der Musikapelle Bernau trugen der Kirchenchor unter der Leitung von Christel Diwischek, die Alphornbläser, der Jugendchor, die Lausbuben-Musi, ein Bläser- und Klarinettenquintett sowie die Kanapee-Musik dazu bei.

Traditionsgemäß las Hansjörg Decker eine Geschichte vor. Diesmal hatte er "Die Könige sind unterwegs" von Georg Britting ausgewählt. Zum Progrmm gehörte, wie immer, ein lustiger Einakter der Volksbühne. Diesmal lachten die Besucher über den Mesner, der einen Knopf in seinem Klingelbeutel vorfand und zu seiner Überraschung sich sämtliche Gottesdienstbesucher angesprochen fühlten.

gv/Chiemgau-Zeitung

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