Stoahebn im zweiten Anlauf erfolgreich

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Der Zillertaler Peter Pakas siegte in der Königsklasse: Der Superschwergewichtler hob 254 Kilogramm einen Meter hoch. 

Chieming -  Nachdem der erste Anlauf Anfang Juni buchstäblich ins Wasser gefallen war, wurde die erste Meisterschaft im Stoahebn, organisiert von "Oberwirt"-Wirt Heinz Wallner und Hans Posch ("Stoaheber Hans"), ein voller Erfolg.

Moderiert vom Fürstenfelder "Stoaheber Hans", wurde es im eigens dafür aufgestellten Bierzelt bis in den späten Abend eine gut besuchte Gaudi. Allerdings traute sich niemand aus dem Publikum, sich vor dem eigentlichen Wettkampf an dem Frauenanfangsgewicht von 125 Kilogramm zu versuchen. Bei dieser Art des bayerischen Kraftsports geht es darum, den Stein 80 Zentimeter zu liften. Männer müssen 254 Kilogramm einen Meter hoch ziehen, damit sie in der nächsten Runde mit höherem Gewicht weitermachen dürfen. Dafür hat jeder Teilnehmer drei Versuche.

Bei den Männern bis 85 Kilogramm Körpergewicht (Leichtgewicht) siegte Karsten Müller aus Garmisch-Partenkirchen, der 254 Kilo 46,6 Zentimeter hoch bewegte, gefolgt von Martin Ager aus Unterwössen (254 kg/46,5 cm). In der nächsten Klasse, Männer bis 100 Kilogramm (Mittelgewicht), gewann Martin Garhammer aus Hunding (254/100) vor Michael Ritzer aus Oberammergau (254/61,1) und Josef Ziegler aus Motzenhofen (254/50,3). Bei den Männern bis 110 Kilogramm (Schwergewicht) hatte Martin Thusbass aus Halfing (275/92,5) die Nase vorn. Mit dieser Tagesbestmarke ging auch der Wanderpokal an ihn. Zweiter wurde Otto Götz aus Ol-ching (275/90,8), Dritter Sepp Grießl aus Rimsting (254/88,2). Die Königsklasse (Superschwergewicht) ab 110 Kilogramm entschied locker Peter Pakas aus dem Zillertal mit 254 kg 100 cm für sich. Der Zweitplatzierte Helmut Berg aus Garching (36,5 cm) und Wolfgang Tille aus Grabenstätt (27,5 cm) als Dritter schafften die geforderte Höhe von 100 Zentimetern erst gar nicht.

Bei den Damen wird nur in einer Klasse um den Tagessieg gekämpft. Siegerin wurde Bettina Deitzer aus Viechtach mit einem Steingewicht von 150 Kilogramm und einer Zughöhe von 63,6 Zentimetern vor Petra Huben aus Kolbermoor (125/79,1) und Ina Hofrichter aus Steinenstadt (125/60,6).

Zwischen den Wettkampfrunden wurde Hans Zerhoch bei seiner Abschiedstour geehrt. Der Ehrengast, ein Begriff in der bayerischen Kraftsportszene, war in den verschiedenen Wettkampfarten wie Stoahebn, Fingerhackln und Masskrugstemmen mehrmals Weltmeister und Rekordhalter. Sein persönlicher Rekord im Stoahebn lag bei 400 Kilo, die er 49 Zentimeter hoch gestemmt hatte. Aus gesundheitlichen Gründen muss Zerhoch dem Kraftsport ade sagen. hk

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