Strandanlage für alle Generationen

Die Rimstinger Strandanlage lockt nicht nur Wasserratten an. Auch Radler machen bei ihrer Chiemsee-Umrundung hier gerne Rast. Foto archiv thümmler

Rimsting - Beachsoccer-Platz, Bocciabahn und barrierefrei: Bis 2014 soll sich die Strandanlage an der Prienmündung verbessern. Der Gemeinderat hofft auf EU-Fördermittel.

Unter dem Arbeitstitel "Mehrgenerationen-Strandanlage Rimsting" hat der Gemeinderat in der jüngsten Sitzung im Rathaus den Startschuss für ein Projekt im Rahmen des EU-Förderprogramms "Leader" gegeben. Es soll bis 2014 wesentliche Verbesserungen der gemeindlichen Strandanlage an der Prienmündung bringen.

Der Gemeinderat will für diese Maßnahmen bis zu 86700 Euro Eigenmittel bereitstellen, sofern, wie erhofft, eine Förderung aus "Leader"-Mitteln von bis zu 62800 Euro gewährt wird. Insgesamt sollen also rund 150000 Euro investiert werden.

Bürgermeister Josef Mayer betonte, dass mit dem Finanzierungsbeschluss zum Zuschussantrag noch keine einzige konkrete Maßnahme genehmigt sei.

Dass Rimsting zusätzlich zur Förderung des neuen Erlebniswegs auf die Ratzinger Höhe mit Aussichtsturm, Erlebnisspielplatz und -stationen jetzt auch noch Zuschüsse für ein Strandbadprojekt erhalten kann, sei der Tatsache zu verdanken, dass einige Gemeinden aus der "Leader-Arbeitsgruppe ihre Zuschüsse nicht abgerufen hätten.

"Miteinander und nicht nebeneinander"

Die Pläne für die Strandanlage stellte Professor Dr. Dr. Ulrich Pietrusky vor, der ein Büro für Orts- und Regionalplanung betreibt und seit vielen Jahren die regionalen "Leader"-Aktivitäten betreut und leitet. Er stellte heraus, dass die bereits bestehenden Angebote unter dem Motto "Miteinander und nicht nebeneinander" mit Blick auf die speziellen Bedürfnisse von Kindern, Jugendlichen, Senioren und Behinderten erweitert werden sollen. Einen besonderen Aspekt sieht er in der barrierefreien Gestaltung.

Ein Bestandteil der Planung ist ein "Beach-Soccer"-Platz (Fußball auf Sand) mit einem etwa 20 auf 30 Meter großen Spielfeld. Zusätzlich sei ein etwa zehn auf 20 Meter messendes Kleinspielfeld mit Kunstrasen vorgesehen. Pietrusky glaubt, dass die Jugendgruppen und Schulklassen, besonders auch aus dem Rimstinger Erholungsheim der Salesianer Don Bosco, dieses Angebot gerne nutzen würden.

Barrierefrei und rollstuhlgerecht

Gedacht sei weiter an eine gut 26 Meter lange Bocciabahn, die vor allem Senioren ansprechen soll.

Mehrere Picknick-Tischgarnituren sollen "bewusst als kommunikative Einrichtung" angeboten werden. Sie sollen rollstuhlgerecht (unterfahrbar) gestaltet werden, hob Pietrusky hervor.

Im Gesamtkonzept enthalten sind auch zwei barrierefreie Holzliegeflächen, drei unterschiedlich hoch angeordnete Holzstege und ein Rondell aus Granit-Sitzsteinen.

Als sehr wichtig stufte Pietrusky eine behindertengerechte Rampe mit Geländer als Zugang in den Chiemsee ein. Die Rampe soll an dem bestehenden, 28 Meter langen Steg mit Plattform an der Seeseite angebaut werden.

Die Strandanlage soll weiter mit acht zusätzlichen Solitärbäumen und Sträuchern auf 300 Quadratmetern zusätzlich begrünt werden.

Beim Strandbadkiosk ist an eine Ladestation für "E-Bikes" (Fahrräder mit Elektromotor) ebenso gedacht wie an große Infotafeln zu Rad- und Wanderwegen am Chiemse.

Chiemgau-Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

Zurück zur Übersicht: Chiemsee

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser