Ein Stück unbekannte Heimat kennengelernt

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Was man kennt, schätzt man: Zahlreiche Schulklassen erkundeten in diesem Jahr den Biotopverbund. Das Bild zeigt eine Klasse auf Wassersafari an der Wöhr bei Eggstätt.

Chiemgau - Die Umweltbildung war in diesem Jahr ein wesentlicher Schwerpunkt im Biotopverbund Eggstätt und Seeon. Erkundungen in der Natur werden immer beliebter.

Im Rahmen von BayernTour Natur gab es beispielsweise zwei Führungen mit dem Titel „Biodiversität im Biotopverbund“. Diese Kurzform eines aus dem englischen stammenden Begriffs heißt übersetzt biologische Vielfalt. Darüber hinaus organisierte Kufner etliche Naturführungen mit Schulklassen und Lehrergruppen, darunter eine Wassersafari in Wöhr bei Eggstätt mit 40 Austauschschülern des Gymnasiums in der Rosenheimer Partnerstadt Briancon in Frankreich.

Die Moorgebiete des Biotopverbunds bieten der Kreuzotter beste Lebensbedingungen. Am 21. September beschäftigte man sich einen ganzen Tag lang mit der einzigen heimischen Giftschlange. Nach einer gemeinsamen Exkursion durch verschiedene Biotope bei Eggstätt referierte der Experte Dr. Wolfgang Völkl über Wissenswertes zur Lebensweise sowie das Verhalten und den Schutz der Kreuzotter.

Auch die Bürgerinnen und Bürger informieren sich gerne auf ihrem Weg durch das Naturschutzgebiet. Die Biotopverbund-Faltblätter, die in eigenen Boxen an den wichtigsten Stellen ausgelegt sind, werden gut angenommen. Der Projektflyer muss demnächst neu aufgelegt werden. Neu kamen 2010 die Faltblätter „Libellen – Flugkünstler am Wasser“ und „Eiszeitrelikte“ hinzu.

Um die letzten Strauchbirken-Exemplare zu schützen, errichte Daniel Kufner, zusammen mit einem Landwirt aus Pullach bei Seebruck, im Übergangsmoor bei Wattenham einen Wildschutzzaun. Für Kufner gehört der Biotopverbund Eggstätt Hemhofer Seenplatte und Seeoner Seen zu den schönsten Naturlandschaften Bayern. Der Projektbetreuer ist überzeugt davon, dass auch zukünftige Generationen die Eiszerfallslandschaft nördlich des Chiemsees in derselben Qualität und Einzigartigkeit kennenlernen und erleben dürfen. Einzige Voraussetzung, die Landwirte, die zum Teil seit Jahrzehnten in der Landschaftspflege aktiv sind, mähen weiterhin die Streuwiesen, schonen die Uferrandstreifen an Gewässern und bewahren die Biotope vor Verbuschung. Der Biotopverbund ist ein gemeinsames „BayernNetz Natur“ Projekt der Landkreise Rosenheim und Traunstein.

Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim

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