Telekom verlegt Mobilfunkstandort

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Bernau - Die Telekom will ihren Mobilfunkstandort in Bergham um 100 bis 150 Meter verlegen und ausbauen. Aus dem Rathaus kommt grünes Licht.

Auf Grund und Boden der Gemeinde Bernau plant die Telekom den Bau eines neuen Masten, der dann auch eine UMTS-Antenne erhält. Aus dem Rathaus kommt grünes Licht: Einstimmig hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, die Fläche am Wasserhochbehälter zur Verfügung zu stellen. Bislang steht in Bergham ein Mobilfunkmast auf einer Wiese, die einem Landwirt gehört. Nicht nur die Telekom, auch andere Mobilfunkbetreiber nutzen die Station.

Die Telekom will nun auch die UMTS-Technik anwenden - was sie aber am vorhanden Standort nicht machen kann. Der Bedarf für den Ausbau sei, wie Udo Harbers, Pressesprecher Region Süd der Deutschen Telekom AG auf Anfrage der Chiemgau-Zeitung mitteilte, durch die "zunehmende Verbreitung von Smartphones" gegeben. Eine weitere Antenne am bestehenden Standort könne aber "schon aus statischen Gründen" nicht montiert werden.

So möchte die Telekom nun den Standort wechseln. Und mit diesem Vorhaben spielt sie der Gemeinde in die Karten. Denn die Kommune will die Strahlenbelastung in Bergham nahe der Bebauung vermindern. Diesem Ziel kommt sie jetzt ein Stück näher. So stellt sie der Telekom für den Bau eines neuen Masten die Fläche am neuen Wasserhochbehälter zur Verfügung - und damit ist ihre Mobilfunkstation künftig ein gutes Stück weiter oben am Hang und weiter weg von den Anliegern. Die Gemeinde hofft, dass dann auch die anderen Mobilfunkbetreiber ihre Antennen am neuen Masten anbringen - und dass dann der alte ganz aufgelöst werden kann.

Überdurchschnittliche Strahlenbelastung

Im Auftrag eines Anliegers hatte die "TÜV Süd Industrie Services GmbH" ein Gutachten erstellt. Der TÜV bestätigte, dass eine Verlagerung des Standortes an den Wasserhochbehälter eindeutig eine Verbesserung der Strahlenbelastung für die Bürger in Bergham bedeute. Verglichen mit einem bayernweiten Messprogramm mit 1200 Messpunkten bewertete er das derzeitige mittlere Belastungsniveau für Bergham als überdurchschnittlich. Eine zusätzliche Installation der UMTS-Antenne an diesem Standort würde einen weiteren Anstieg der mittleren Gesamtimmission bedeuten.

In nichtöffentlicher Sitzung hat der Gemeinderat dann den Abschluss eines Vertrages beraten - aber, wie Bürgermeister Klaus Daiber, anderntags auf Anfrage mitteilte, noch nicht verabschiedet. Einige Festsetzungen "in den Bereichen Laufzeit, Höhe und Haftung" seien vor einer Unterzeichnung noch zu klären. Die Gespräche seien "auf einem guten Weg", so der Rathauschef.

Nach dem Vertragsabschluss will die Gemeinde gemeinsam mit Technikern und einem Statiker den genauen Standort für den Masten festlegen. Geplant ist dann, die UMTS-Antenne zu installieren und innerhalb eines Jahres alle Techniken vom alten zum neuen Standort zu verlegen.

vd/pü/Chiemgau-Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

Zurück zur Übersicht: Chiemsee

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser