Tempo soll gemessen werden

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Am neu gestalteten Strandbad in Gollenshausen sollen eine Kurzparkzone und spezielle Stellplätze für Behinderte ausgewiesen werden.

Gstadt/Gollenshausen - Bevor über verkehrsberuhigende Maßnahmen in drei Gstadter Ortsstraßen entschieden wird, sollen zuerst Geschwindigkeitsmessungen über einen längeren Zeitraum durchgeführt werden.

Das hat der Gemeinderat in der jüngsten Sitzung beschlossen.

Einige Anlieger hatten für den Siedlungsbereich zwischen Loibertinger Straße, Waldstraße und Hermann-Gröber-Weg verkehrsberuhigende Maßnahmen beantragt, insbesondere eine Tempo-30-Zone und gesicherte Fußgängerüberwege über die Staatsstraße.

Bei einem Ortstermin hatte die Polizei erläutert, dass ein Zebrastreifen über die Staatsstraße nach den geltenden rechtlichen Vorgaben nicht möglich sei, weil zu wenige Fußgänger die Straße in diesem Bereich überqueren und auch die Zahl der Pkw zu niedrig sei. Das Gremium hatte daraufhin beschlossen, eine Mittelinsel als Querungshilfe zwischen Wohnsiedlung und Hofanger zu bauen (wir berichteten bereits).

Eine Tempo-30-Zone für das Siedlungsgebiet wäre jedoch nach Aussage der Polizei aufgrund der örtlichen Gegebenheiten ohne bauliche Änderungen grundsätzlich möglich, berichtete Bürgermeister Bernhard Hainz vom Ortstermin. Die Polizei sei allerdings der Meinung gewesen, dass sich das Geschwindigkeitsverhalten der Autofahrer bei Tempo 30 nicht ändern würde, weil die betreffenden Straßen überwiegend von Anliegern benutzt würden. Die Folge wäre, dass trotz der Beschränkung schneller gefahren würde, während sich andererseits besonders Kinder in der vermeintlichen Sicherheit einer Tempo-30-Zone wähnen würden.

Um festzustellen, ob die Einführung einer Tempo-30-Zone von den Anliegern mitgetragen werde, habe die Polizei eine Befragung vorgeschlagen, so Hainz. Der Gemeinderat kam einstimmig zu der Meinung, zuerst eine Messung der Geschwindigkeit über einen längeren Zeitraum mit dem gemeindlichen Anzeigegerät durchzuführen. Nach der Auswertung soll über das weitere Vorgehen entschieden werden.

Das Strandbad in Gollenshausen wurde im Frühjahr umgestaltet und dabei der Chiemseeuferweg weiter in Richtung Hang verlegt. Sachbearbeiter Karl Heitauer schlug dem Gemeinderat nun so genannte verkehrsrechtliche Änderungen vor, die mit der Polizei im Vorfeld besprochen worden waren. Der Gemeinderat legte den Standort für die einzelnen Verkehrsschilder im Strandbadbereich fest. Demnach soll auch wieder eine Kurzparkzone eingerichtet werden für die Parkplätze, die seeseitig zum Strandbad liegen. Zwischen 17 und 19 Uhr soll dort das Parken für höchstens eine Stunde möglich sein. Gegenüber von diesen Parkplätzen wird eine neue Behindertenparkfläche ausgewiesen, ordnete der Gemeinderat an.

th/Chiemgau-Zeitung

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