Verunglückter wird morgen beigesetzt

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Der Blaueisgletscher bei Ramsau: Hier stürzten zwei Männer in den Tod.

Rosenheim/Traunstein – Bei zwei Bergdramen wurden am Wochenende bei Garmisch-Partenkirchen und Berchtesgaden drei Männer in den Tod gerissen. Wie sich gestern herausstellte, hatten alle drei Opfer enge Beziehungen zum Raum Rosenheim und zum Chiemgau.

Bei der Überquerung des Blaueisgletschers in den Berchtesgadener Alpen sind am Sonntag die Bergsteiger Jochen A. (54) und Andreas A. (39) tödlich verunglückt. Die beiden Männer, die durch ein Seil miteinander verbunden waren, rutschten ab und stürzten unterhalb des 2607 Meter hohen Hochkalters in ein tiefergelegenes Felsmassiv. Jochen A. betrieb in Waltenberg (Gemeinde Seeon-Seebruck) einen bekannten Biobauernhof und war als erster Demeter-Bauer im Vorstand der Milchwerke Berchtesgadener Land. Der 54-jährige Familienvater hinterlässt eine Ehefrau und zwei Kinder. Sein 39-jähriger Begleiter war vor kurzem aus Augsburg nach Rimsting gezogen. Der Blaueisgletscher hat eine Steigung von 55 Grad und besteht im oberen Teil aus blankem Eis. Die Einsatzkräfte konnten nur noch die Leichen der zwei Bergsteiger bergen.

Kriminalbeamter Günther T. starb bei einer Berg-Tragödie im Wettersteingebirge.

Jede Hilfe zu spät kam auch für den leidenschaftlichen Bergsteiger Günther T. (57). Er stürzte im Wettersteingebirge bei Garmisch-Partenkirchen vor den Augen seiner Ehefrau und eines Bergkameraden 150 Meter in die Tiefe. Um den Kriminalbeamten trauern nicht nur seine Kollegen in München, sondern auch viele Freunde, Bekannte und Kollegen aus dem Raum Rosenheim. Günther T. war bei der Polizeiinspektion Rosenheim, ehe er nach München wechselte, wo er zuletzt im Kriminaldauerdienst (KDD) eingesetzt wurde. Neben seiner Ehefrau hinterlässt der 57-Jährige zwei erwachsene Kinder. Die Trauerfeier mit anschließender Beerdigung findet am morgigen Mittwoch um 13.15 Uhr im städtischen Friedhof in Rosenheim statt.

Die Tragödie ereignete sich am Gaifgrat. Ein Stück Fels, auf dem Günther T. Halt gefunden hatte, brach plötzlich aus der Wand. Die Leiche musste mit dem Rettungshubschrauber „Christoph Murnau“ geborgen werden.

Lesen Sie hierzu auch die Erstmeldung:

Tödlicher Absturz am Blaueisgletscher

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