Tourismus: Rivalität muss aufhören!

Prien am Chiemsee - Die "Erlebniswelt Chiemgau", ein Zusammenschluss von Hotels und Ausflugszielen, fordert einen einheitlichen Tourismusverband.  Bis 2012 soll die Fusion zwischen den Landkreisen Rosenheim und Traunstein stehen.

Eine Hochzeit ist in der Regel eine freiwillige Angelgenheit. In Ausnahmefällen müssen die Partner aber zu ihrem Glück gezwungen werden. Denn spätestens 2012 müssen die Landkreise Rosenheim und Traunstein verheiratet sein. Es handelt sich aber um eine rein tourismuspolitische Ehe. Bisher werben zwei getrennte Verbände um Touristen in der Region. Der "Chiemsee-Alpenland" Verband für Rosenheim und der "Chiemgau-Tourimus" Verband für Traunstein.

"Wir müssen erreichen, dass die beiden Landkreise eine gemeinsame Strategie verfolgen. Denn nur dann ist eine starke Markenposition der Region Chiemsee/Chiemgau in Zukunft möglich", sagt Peter Wulf, Vorsitzender der Erlebniswelt Chiemgau.

Zur Organisation "Erlebniswelt Chiemgau" gehören sieben Hotels und zehn Ausflugsziele, wie zum Beispiel der Freizeitpark Ruhpolding oder die Kampenwand Seilbahn. Wulf und seine Kollegen fordern die Verbände vehement auf, noch enger als bisher zusammenzuarbeiten und ein Gremium für eine gemeinsame Marketingstrategie zu bestimmen.

"In den letzten Jahren hat die Region viele Touristen verloren. Um diese wieder zu gewinnen, müsse die Region an einem Strang ziehen", betont Wulf. Dabei dürfe der Name des künftigen gemeinsamen Tourismusverbandes keine Rolle spielen, denn "die Touristen interessiert es nicht, ob der Verband Chiemsee oder Chiemgau heißt." Zudem sollten die Verbände nicht zu viel Engagement in ihre eigene Positionierung auf dem Markt stecken.

Bis 2012 solle der einheitliche Tourismusverband stehen. Bis dahin könnten sich Themenmanager um die Koordination von Werbemaßnahmen und des Vetriebes kümmern und bei Broschüren und Prospekten für die Region zusammenarbeiten, so der Vorschlag von Peter Wulf.

Stefan Forster        

Rubriklistenbild: © dpa

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