Touristen benoten Prien

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Prien - Erneut haben Studenten der Fachhochschule (FH) Rosenheim Stände in Prien errichtet, Stifte und vor allem Fragebögen ausgepackt.

Nach einer ersten Runde im Februar und März interviewen sie in diesen Tagen wieder Passanten in Prien - und zwar wieder im Auftrag der Marktgemeinde.

Hatten sie vor einem halben Jahr vor allem Einheimische ein Zeugnis über Prien ausstellen lassen, so wenden sie sich nun an die Touristen.

Prien - Die Marktgemeinde will ihre Stärken und Schwächen noch besser kennenlernen. Insbesondere die Einschätzungen und Meinungen der Urlauber möchte sie jetzt in der Hochsaison, da Prien ein beliebtes Urlaubsziel ist, in Erfahrung bringen. Zu diesem Zweck hat sie, unterstützt von den "PrienPartnern", die FH-Studenten nun wieder auf die Straße geschickt. Die Leitung hat erneut Professor Dieter Benatzky. Die Kosten belaufen sich nach Angaben aus dem Rathaus auf brutto 10000 Euro.

Die Studenten stellen Fragen zur Anreise, zum Parken und zum Einkaufen. Die Touristen sind aufgefordert, das gastronomische und kulturelle Angebote ebenso zu beurteilen wie die Aufenthaltsqualität in Prien. Außerdem erhoffen sich die Studenten auch Einschätzungen, die über das Verhältnis der Touristen zu den Einheimischen Aufschluss geben.

Interviews führen sie an mehreren Standorten in der Marktgemeinde - unter anderem, wie schon im Februar und März, in der Ramon-Passage mitten im Ort. Auch am Chiemseeufer, an den Schären, sprechen sie mit den Urlaubern.

Außerdem stehen sie mit ihren Fragebögen auch außerhalb des Ortes - und zwar auf der Herreninsel. Denn sie wollen, wie Tourismus- und Wirtschaftsreferent Klaus Löhmann auf Anfrage der Chiemgau-Zeitung mitteilte, auch jene Touristen miteinbinden, die an Prien vorbei zum Chiemsee fahren. Löhmann erhofft sich aufschlussreiche Ausführungen, warum ein Gast nach dem Besuch der Herreninsel noch nach Prien fährt oder, im Gegenteil, gerade einen Bogen um die Marktgemeinde macht.

Um keine zufälligen Ergebnisse zu erhalten, so der Wirtschaftsreferent weiter, sei auch diesmal wieder geplant, 500 Fragebögen ausfüllen zu lassen. Hatten die Studenten ihre Arbeit bereits Ende Juli aufgenommen, so werden sie sie laut Löhmann voraussichtlich in dieser Woche zu Ende bringen.

Und dann müssen all die Fragebögen gedreht und gewendet werden: Die Meinungen der Passanten sind auszuwerten - was einige Wochen in Anspruch nehmen wird. Löhmann rechnet damit, dass die Ergebnisse Ende September präsentiert werden können.

86 Prozent der knapp 500 Passanten, die die Studenten im Februar und März zufällig angesprochen hatten, waren Einheimische. Die Befragten waren aufgefordert, sehr viele Noten auf einer Skala von eins bis fünf zu vergeben. In dem Zeugnis, das sie der Marktgemeinde ausstellten, ergab sich ein sympathisches, aber nicht sehr modernes Bild von Prien. Kinder- und Familien- sowie Behindertenfreundlichkeit ließen mit Durchschnittswerten zwischen 2,6 und 2,9 zu wünschen übrig.

Von Gernot Pültz/Chiemgau-Zeitung

Rubriklistenbild: © dpa

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