Tränen flossen wegen Traumzeugnis

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Jessica Caus schaffte eine glatte 1,0.

Prien - 80 von 81 Abiturienten haben bestanden, ein Viertel davon mit einer Eins vor dem Komma und sieben sogar mit 1,5 und besser. Einmal gab es sogar die Traumnote 1,0.

Der letzte G9-Abiturlehrgang am Ludwig-Thoma-Gymnasium (LTG) kann sich also mehr als sehen lassen.

Wenn sich junge Menschen schreiend oder weinend in den Armen liegen am LTG, dann gibts gerade Abiturzeugnisse. Am Montagnachmittag durfte sich der letzte Jahrgang des neunstufigen Gymnasiums seine Noten abholen. Die Chiemgau-Zeitung sprach mit den Jahrgangsbesten, die im Abschlusszeugnis einen Schnitt von 1,5 oder besser haben - sechs junge Damen und ein junger Mann.

Ihre Tränen nicht zurückhalten konnte Jessica Caus. Kein Wunder, schaffte die Bernauerin mit den Leistungskursen Englisch und Mathe doch eine glatte 1,0 - besser gehts nicht. Die Prüfungen fand die junge Dame, die zwischen der neunten und zehnten Klasse ein Jahr übersprungen hat, aber trotzdem "nicht ganz einfach". Was sie studieren wird, hängt nun davon ab, ob sie das erhoffte Stipendium bekommt.

Magdalena Schmied

Über einen Schnitt von 1,2 freute sich Magdalena Schmied. Die Traunsteinerin mit den Leistungskursen Französisch und Biologie war von der Realschule ihrer Heimatstadt ans LTG gewechselt, weil sie unbedingt den naturwissenschaftlichen Zweig belegen wollte. Das hat sich ganz offenbar gelohnt. Die Prüfungen fand sie "angemessen", Mathe wie viele andere am schwersten. Im Herbst beginnt sie ein Pharmazie-Studium in Regensburg.

Sarah Tiecks

Vier bis fünf Wochen hatte Sarah Tiecks für die Abi-Prüfungen gebüffelt - und wurde ebenfalls mit einem Schnitt von 1,2 belohnt. Obwohl sie Wirtschaft neben Englisch als Leistungskurs belegt hatte, fand sie die Abi-Prüfung in Wirtschaft am schwersten. Die Aschauerin will Betriebswirtschaftslehre (BWL) studieren.

Johanna Lechner

"Machbar, aber nicht geschenkt" waren für Johanna Lechner die Abschlussprüfungen. Die Prienerin mit den Leistungskursen Englisch und Geschichte/Sozialkunde will nach ihrem Abi mit einem Schnitt von 1,3 nun zwei Monate in einem buddhistisches Kloster in Nepal verbringen. Vielleicht weiß sie danach, was sie studieren möchte.

Markus Fichtl

Der einzige junge Mann unter den "Top sieben" war Markus Fichtl. Der Priener mit den Leistungskursen Englisch und Wirtschaft fand, dass es bei den Prüfungen "einen Puffer nach oben und unten gab", sprich der Schwierigkeitsgrad in Ordnung war. Nach seinem Abi mit 1,4 wird Fichtl im Herbst ein Medizinstudium in München beginnen.

Etwa zur gleichen Zeit beginnt Veronika Neumüller eine Ausbildung für den gehobenen Dienst bei der Stadt Rosenheim mit parallelem Studium. Die Aschauerin kann für ihre Karriere auf einen Abiturschnitt von 1,5 verweisen. Die Mathe-Prüfung fand die junge Dame mit den Leistungskursen Deutsch, Geschichte und Sozialkunde "nicht geschenkt".

Ein Schnitt von 1,5 steht auch im Abschlusszeugnis von Nadine Tillner, die Mathe und Französisch als Leistungskurse belegt hatte. Ihre Fächer-Vorlieben waren für die Unterwössenerin auch ausschlaggebend gewesen, in der zwölften Klasse vom Landschulheim Marquartstein ans LTG zu wechseln. Tillner strebt nun ein naturwissenschaftliches Studium an.

Alexander Glaser aus Prien gehört zwar nicht zu den 20 Einser-Abiturienten, aber sein Schnitt von 2,1 ist trotzdem bemerkenswert. Der junge Mann war im Dezember, mitten in den Prüfungsvorbereitungen, Vater geworden. Filius Timon brachte er im "Maxi Cosi" zur Notenbekanntgabe mit.

Dirk Breitfuß (Chiemgau-Zeitung)

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