Chiemsee-"Gral": Landkreis hält sich zurück

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Entweder "nicht von dieser Welt" oder aus einer "geheimnisvollen Mine im Nildelta" soll er stammen: Der sogenannte "Chiemsee-Gral"

Traunstein - Bei der Versteigerung des 2001 aus dem Chiemsee gezogenen "Grals" wird der Landkreis Traunstein nicht mitbieten. Man habe "andere Sorgen".

Entdecker und Finanzministerium – beiden gehörte der Fund vom 2001 zur Hälfte – verkauften das Stück für 160.000 Euro. Und über einen Mittelsmann und die Zahlung von 300.000 Euro kam der Goldschatz in die Schweiz. Dort beschäftigte er später das Gericht: Besitzer Marcel W. (63) wollte den Kessel als Heiligen Gral vermarkten – 250 Millionen Euro sollte das Trumm wert sein, es fanden sich Investoren. die bis zu drei Millionen Euro locker machten.

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Schwindel? Marcel W. wurde zu drei Jahren Gefängnis verurteilt, von denen er 15 Monate absaß, gegen den Rest kämpft er vor dem Bundesgericht. Immerhin hatte ihm doch ein Schmelzmeister bestätigt: „Das Gold stammt nicht von dieser Welt. Falls doch, dann hat es seinen Ursprung in einer geheimnisvollen Mine im Nildelta, nur dort wird Gold von solcher Reinheit geschürft.“

Nun heißt es in der Schweiz, dass der „Gral“ heuer vom Konkursamt versteigert werden soll. Wann genau, weiß niemand. Der Kreis Traunstein, in dem der Fundort lag, wird sich bei der Bieterschlacht nicht beteiligen. „Der Landkreis hat nicht das Geld, andere Sorgen und wichtigere Projekte“, so Sprecher Roman Schneider zum Trostberger Tagblatt.

tz-online

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