Senioren karteln in der "Alten Post"

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Renate Hof und Helga Stampfl (links) arrangieren letzte Details in dem neuen Raum, um eine möglichst gemütliche Atmosphäre zu schaffen.

Prien - Die "Alte Post" wird zum täglichen Treffpunkt für das Seniorenprogramm der Marktgemeinde: Endlich gibt es einen Raum, in dem auch kleinere Gruppen "ihre" Angebote wahrnehmen können.

Lesen Sie hier den Originalbericht aus der Chiemgau-Zeitung:

Treff für Junggebliebene

Prien - Stricken, Karteln, Singen - für solche und viele andere Gelegenheiten steht im Priener Seniorenprogramm jetzt ein eigener Raum in der "Alten Post" zur Verfügung. Er soll täglich mit Leben erfüllt werden. Zweite Bürgermeisterin und Seniorenbeauftragte Renate Hof hofft auf Eigeninitiativen der Generation über 50, um möglichst vielseitige Angebote zuentwickeln.

Seit 2003 haben unzählige Teilnehmer die Angebote des Seniorenprogramms der Marktgemeinde kennen und schätzen gelernt. Viele regelmäßige und Einzelveranstaltungen finden ein treues, aber auch immer wieder neues Publikum. Ein elfköpfiges Team um "Kapitänin" Renate Hof stellt Jahr für Jahr ein abwechslungsreiches Angebot zusammen.

Dabei ist der Begriff Seniorenprogramm irreführend. "50 plus und aktiv" beschreibt das Klientel treffender, das die Zweite Bürgermeisterin und ihre fleißigen Helfer ansprechen. Eine kleine Schwäche war es bisher, dass für Angebote, die eher kleinere Gruppen ansprechen, kein Raum vorhanden war.

Angenehme Atmosphäre

Nach dem Auszug der ökumenischen Sozialstation wurde Hof nun im ersten Stock der "Alten Post" am Bahnhofsplatz fündig. Ein Zimmer samt kleiner Küche neben der Arbeiterwohlfahrt (AWO) haben die Seniorenbeauftragte der Gemeinde und ihr Team jetzt umgestaltet: Vorhänge und Bilder aufgehängt sowie geweißelt, um eine angenehme Atmosphäre zu schaffen.

Gruppen von rund 15 Personen finden dort nun Platz für ihre gemeinsamen Interessen. Der Raum soll laut Hof ein "Aktivtreff für Junggebliebene" werden. In den vergangenen Wochen haben die "Programmchefs" bei Teilnehmern deren Wünsche abgefragt. Gemeinsames Singen, Kultur und Bildung (zum Beispiel Buchbesprechungen und Lesungen) sowie gesellige Angebote (vom Gedächtnistraining über Basteln und Märchenstunden bis zum gemeinsamen Kochen) stehen ganz oben auf den Wunschzetteln.

Das genaue Programm muss sich noch entwickeln. Es gibt nicht nur Interessenten, die bestimmte Angebote wahrnehmen möchten, sondern auch solche, die spezielle Veranstaltungen anbieten und organisieren wollen, freut sich die Zweite Bürgermeisterin. Ihr schweben unter anderem auch regelmäßige Treffs für Neubürger oder generationsübergreifende Begegnungen vor.

Für manche Veranstaltungen gibt es zwar in Prien bereits ähnliche Angebote - zum Beispiel 14-tägig Volksliedersingen bei der AWO oder Skat- und Bridge-Treffs im "Alpenblick". Die neuen Programme in der "Alten Post" seien aber dafür keine Konkurrenz, betont Hof, weil die Interessenten aus unterschiedlichen Gründen die vorhandenen Angebote nicht annehmen.

Wenn es nach der Zweiten Bürgermeisterin geht, soll in der "Alten Post" künftig jeden Tag etwas anderes los sein. Sie wartet nun darauf, ob sich angesichts der neuen räumlichen Möglichkeiten noch weitere Freiwillige melden, die dort selbst etwas auf die Beine stellen wollen.

Dirk Breitfuß/Chiemgau-Zeitung

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