Überfall: Waren Täter schon mal da?

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Bad Endorf - Nach dem brutalen Überfall auf den Juwelier ermittelt die Polizei weiter mit Hochdruck. Haben dieselben Täter schon einmal versucht, in den Laden einzubrechen?

Die Atmosphäre im Kurort Bad Endorf ist auch eine Woche nach dem brutalen Überfall noch sehr gedrückt. Am Montag, den 18.6., überfielen zwei Männer einen Juwelier in seinem Geschäft - äußerst brutal und ohne Skrupel gingen die Täter gegen den 39-jährigen Geschäftsinhaber vor. Sie schlugen ihn nieder und fügten ihm schwere Verletzungen zu. Zwischenzeitlich befand sich das Opfer in Lebensgefahr, mittlerweile ist er laut Angaben von Polizei-Pressesprecher Andreas Guske wieder auf dem Weg der Besserung.

Der Tag nach dem Überfall

Mit Schmuck und Bargeld im Wert von mehreren zehntausend Euro flüchteten die Täter. "Bis jetzt sind einige Hinweise aus der Bevölkerung bei uns eingegangen," so Guske. "Wir arbeiten die Angaben nach und nach ab, eine heiße Spur gibt es leider noch nicht."

Zusammenhang mit anderer Tat?

Derweil wird heftig spekuliert, ob die Täter das Schmuckgeschäft schon seit einiger Zeit im Visier hatten. Denn: seit Ende 2011 war das Juwelier-Geschäft schon zweimal Ziel von anderen Taten, wie Rosenheim24 von der Polizei erfuhr:

In der Nacht des 9. Dezembers 2011 schmiss ein junger Mann einen sieben Kilo schweren Stein auf das Schaufenster des Juweliers und beschädigte Blumenkörbe vor dem Geschäft.

Außerdem versuchte ein bislang unbekannter Täter in der Nacht vom 28. auf den 29. April 2012 den Alarmgeber, der an der Außenwand des Geschäfts angebracht ist, außer Gefecht zu setzen. Er wollte also den Alarm ausschalten, um möglicherweise in das Schmuckgeschäft einzubrechen. 

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"Bei der ersten Tat im Jahr 2009 sehen wir keine Zusammenhänge mit dem Raub", sagt Polizei-Pressesprecher Andreas Guske. "Der Täter war damals ein junger Mann, der randalierte und nicht beabsichtigete, in das Geschäft einzubrechen. Allerdings ist es möglich, dass es Verbindungen zu dem zweiten Fall im April 2012 gibt. Da wurde nämlich offensichtlich versucht, einen Einbruch vorzubereiten. Der oder die Täter konnten nicht ermittelt werden."

Polizei bittet weiter um Mithilfe

Die Polizei bittet also weiterhin um Hinweise aus der Bevölkerung - zu dem aktuellen Überfall am 18.6.2012 und zu dem versuchten Einbruch in der Nacht vom 28.4. zum 29.4.2012. Wer verdächtige Fahrzeuge oder Personen wahrgenommen hat, möchte sich bitte bei der Kriminalpolizeiinspektion Rosenheim oder bei jeder anderen Dienststelle melden. Es wurde mittlerweile auch eine Belohnung von 5000 Euro für Hinweise ausgesetzt, die zur Ergreifung der Raub-Täter führen.

Hat Zettel im Schaufenster die Täter provoziert?

Zudem erfuhr Rosenheim24 vor Ort, dass der Inhaber des Schmuckgeschäftes nachdem sein Schaufenster im Dezember 2011 beschädigt wurde, einen Zettel am Fenster angebracht hatte. Damit hatte er sich wohl ironisch bei dem Stein-Werfer "bedankt" - nach dem Motto: "Danke, dass du mir mein Weihnachtsgeschäft kaputt gemacht hast..." Hat dieser Zettel die Täter motiviert, einen Einbruch hier "durchzuziehen?" Im Ort werden Stimmen laut, die einen Zusammenhang für möglich halten.

"Es ist furchtbar traurig, was passiert ist"

Fest steht, dass es noch einige Zeit brauchen wird, bis vor allem die Ladenbesitzer in Bad Endorf wieder entspannt ihrer Arbeit nachgehen können. "Alle hier waren schockiert wegen dem was da passiert ist," berichtet die Inhaberin eines Geschäfts. "Man kennt ja auch die Familie, die das Schmuckgeschäft betreibt. Das sind ganz nette Leute. Man denkt ja auch nicht, dass sowas in Bad Endorf passieren kann, das ist furchtbar traurig."

Video aus dem Archiv:

red ro24

Quelle: rosenheim24.de

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