Britischer Generalkonsul zu Gast in Übersee

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MdL Klaus Steiner im Gespräch mit Generalkonsul Paul Heardman

Übersee - Der britische Generalkonsul Paul Heardman traf sich während seines Besuchs in Bayern auch mit dem Landtagsabgeordneten Klaus Steiner.

„Das duale System der Berufsausbildung in Deutschland ist das unverzichtbare Modell einer Berufsausbildung auf hohem Niveau.“ Das betonte der Traunsteiner Landtagsabgeordnete Klaus Steiner gegenüber dem britischen Generalkonsul Paul Heardman. Heardman hatte im Rahmen seines Landkreis-Aufenthalts auch Steiners Heimatgemeinde Übersee besucht und sich bei einer Besichtigung der Firma Aircraft Philipp nach den Grundlagen für den wirtschaftlichen Erfolg Bayerns und Deutschlands erkundigt. Neben den Chancen und Problemen der Zusammenarbeit im Bereich der Luftfahrtindustrie wurde auch das Vorhaben eines US-EU Freihandelsabkommens sowie die Zukunftsfähigkeit der, auch lokalen Arbeitsplätze, im Luftfahrtbereich angesichts des immer stärker werdenden Konkurrenzdrucks aus China erörtert.

„Auch als mittelständisches Unternehmen ist man heute international vernetzt. So fliegt jeder Airbus weltweit mit Bauteilen unserer Firma“ verdeutlichte Geschäftsführer Rolf Philipp gegenüber Steiner, Heardman, Bürgermeister Marc Nitschke und dem Leiter der Wirtschaftsförderung Traunstein, Harald Schwarzbach. Trotz eines harten Wettbewerbs etwa mit Konkurrenten aus den USA liefen die Geschäfte gut.

Zunehmende Probleme bereite dem Unternehmen aber der immer gravierendere Mangel an Fachkräften. Dieser sei mittlerweile das Haupthindernis für weiteres Wachstum. Zwar habe man keine Schwierigkeiten, Lehrlinge zu finden. „Aber die meisten sind nach dem Ende ihrer Ausbildung schnell wieder weg, etwa weil sie den Meister machen. Das ist aber meistens viel zu früh, denn es fehlt einfach an der nötigen Berufs- und auch Lebenserfahrung“, beklagte Philipp.

Bei dieser Entwicklung spielten zunehmend auch die Eltern eine Rolle, die ihre Kinder zu schneller Weiterbildung und Studium drängten. Auch hätten die wenigsten Lehrlinge Interesse an Schichtarbeit. Wichtig für den Nachwuchs an Fachkräften sei der Erhalt des mehrgliedrigen Schulwesens, da man im produzierenden Gewerbe dringend auf die Absolventen der Mittelschule angewiesen sei. Landtagsabgeordneter Klaus Steiner kritisierte die Beschränkung der Debatte um den Fachkräftemangel auf akademische Berufe und IT-Kräfte. Das sei viel zu oberflächlich, wie die Diskussion mit Philipp zeige. „Wir brauchen auch mehr Metallbauer und CNC-Fräser“, so Steiner.

GeneralkonsulHeardman zeigte sich vor allem von der Vollbeschäftigung und dem Mangel an Fachkräften in der Region beeindruckt. Heardman betonte, dass auch Großbritannien ein unterschätztes industrielles Standbein habe, das bereits größer als das Frankreichs sei. Alle Beteiligten regten eine engere europäische Kooperation nicht nur im Bereich der Luft- und Raumfahrt an. Auch die Umgebung in Übersee nahe des Naturschutzgebiets der Tiroler Ache mir ihrem „bayerischen Charme“ gefiel dem Generalkonsul sehr gut, der sich bei dieser Gelegenheit vornahm, nochmal als Tourist mit dem Rad die Region zu besuchen. Bei dem anschließenden Mittagessen bei traditioneller Chiemgauer Küche wurden nochmals viele Themen im gegenseitigen Austausch angesprochen. Bei dieser Gelegenheit trug sich Generalkonsul Heardmanauch in das goldene Buch der Gemeinde Übersee ein.

Pressemitteilung Büro Klaus Steiner

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