Reggae-Festival bis 2018 gesichert

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Übersee - Auf ein sicheres Fundament für die nächsten Jahre hat der Gemeinderat das alljährliche Reggae-Festival sowie die Vorveranstaltung "Chiemsee Rocks" gestellt.

Mit einer breiten Mehrheit gab das Gremium grünes Licht für fünf weitere Veranstaltungsjahre von 2014 bis 2018. Damit kann der Veranstalter nun geplante Neuerungen in Angriff nehmen.

Seit der Premiere im Juli 1995 hat sich der "Chiemsee Reggae Summer" mit heuer 30000 Besuchern und einer erstmaligen Fernseh-Präsenz im ZDF-Kulturkanal zum größten europäischen Reggae-Fest entwickelt.

Nicht nur die Künstler wurden im Laufe der Zeit immer hochkarätiger, auch das Gelände wurde in punkto Technik und Hygiene stetig verbessert. "Allein in den letzten Jahren haben wir mehr als eine Million Euro in die Befestigung des Geländes und in Zäune investiert", sagte Geschäftsführer Martin Altmann von der "CRP"-Konzertagentur in der Sitzung.

Um angesichts der steigenden Zahlen von Festivals konkurrenzfähig bleiben zu können, setzt man laut Altmann für die Zukunft vor allem auf noch mehr Sicherheit und Qualität. So solle es künftig mehr Komfort durch die Einrichtung von Sitzplätze, festen Toiletten und ein "grüneres Wohnen" auf den Campingplätzen geben.

Um hierfür zumindest eine mittelfristige Planungssicherheit zu haben, hatte Konzertmanager Altmann jetzt wieder eine "Fünf-Jahres-Genehmigung" im Anschluss an die laufende Periode, die 2013 zu Ende geht, beantragt. Erstmals war darin auch die begleitende Veranstaltung "Chiemsee Rocks" eingeschlossen, deren Genehmigung bisher jedes Jahr neu beantragt und beschlossen worden war.

"Es ist schon enorm, was sich seit den Anfangsjahren des Festivals alles verbessert hat", meinte Bürgermeisters Marc Nitschke. Man könne schon von einer "etablierten Veranstaltung" sprechen, und er appellierte deshalb an seine Gemeinderäte, dem Altmann-Antrag zuzustimmen.

Während Erika Stefanutti, Ludwig Ertl, Michael Rudroff (alle Freie Bürgerliste, FBL), Wolfgang Hofmann (Bayernpartei) sowie Alois Huber und Leo Segin (beide CSU) eine uneingeschränkte Zustimmung signalisierten und teilweise sogar von einer "Super-Veranstaltung" sprachen, gab es auch die gewohnt ablehnenden Kommentare von Anton Stefanutti (Die Grünen) und Paul Reichl (CSU). Stefanutti ist nach wie vor der Meinung, "dass diese Großveranstaltung nicht in unser Dorf passt". Und Reichl sieht das große Gelände für mögliche Veranstaltungen oder Nutzungen ganz anderer Art blockiert. Außerdem befürchtet er weitere "Events" nach Art des Reggae-Festivals.

Das konnte Altmann für seine Konzertagentur klar ausschließen. Er räumte zwar ein, "dass es viele Anfragen für ähnliche Veranstaltungen gibt, wir aber daran kein Interesse haben und froh sind, wenn wir unser Reggae-Fest halten und verbessern können."

Auch nachdenkliche Kommentare standen in der Sitzung zur Diskussion. So sind nach Meinung von Hans Schönberger (FBL) ein besserer Schutz des Bodens, eine nochmalige Verbesserung des Müllproblems und eine Vergrößerung der Flächen vonnöten.

Generell zeigte sich der Gemeinderat aber "beeindruckt von der Kooperationsbereitschaft des Veranstalters."

Klaus Stöger (CSU) äußerte den Wunsch, die Veranstaltung "Chiemsee Rocks" von der Fünf-Jahres-Genehmigung auszunehmen, "weil das für die Anlieger die Belastung insgesamt auf eine Woche ausdehnt". Altmann deutete zwar an, dass diese Vorveranstaltung mit ihren zuletzt 20000 Besuchern ein notwendiger wirtschaftlicher Aspekt für die Agentur sei. Aber auch die Region profitiere davon, "weil bei ,Chiemsee Rocks' mittlerweile hochkarätige Oberliga-Bands auftreten, die viele Fans sonst nicht erleben würden".

Bis auf Stefanutti und Reichl stimmten am Ende 13 anwesende Gemeinderäte für die grundsätzliche Genehmigung des Reggae-Festes von 2014 bis einschließlich 2018. Teil des Beschlusses waren folgende Auflagen: Die Besucherzahlen für das Reggae-Fest sind auf 30000 und für "Chiemsee Rocks" auf 20000 zu beschränken. Letztere Veranstaltung muss bis 23 Uhr beendet sein.

Einheimischen soll weiterhin ein Rabatt auf den Eintrittspreis gewährt werden und die jährlich festgelegten Auflagen müssen eingehalten werden.

vd/Chiemgau-Zeitung

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