CRS: Keine Verletzten nach Blitzschlag

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Übersee - Im Laufe des Unwetters am Donnerstagabend schlug ein Blitz in unmittelbarer Nähe des Festivalgeländes ein. Es befanden sich bereits 10.000 Menschen beim CRS.

Das eigentliche Festival beginnt erst am heutigen Freitag. Bereits am Donnerstag pilgerten aber rund 10.000 Menschen zum Chiemsee Reggae Summer (CRS) nach Übersee - und dann das: Ein starkes Gewitter zog am Abend über das Festivalgelände und in unmittelbarer Nähe, in Stegen 1, schlug ein Blitz in ein Haus.

Der Blitzschlag war derart heftig, dass in dem Haus sämtliche Sicherungen förmlich explodierten. Zu einem Brand kam es zum Glück aber nicht, wie uns am Freitagmorgen der Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, Andreas Guske, bestätigte. Auch die Windböen seien nicht so stark ausgefallen wie befürchtet. "Es gab definitiv keine Verletzten und auch keine Schäden", so Guske.

Mit zahlreichen Sicherheitsmaßnahmen sorgten die Verantwortlichen bereits vor Ausbruch des Unwetters für die Sicherheit der Reggae-Fans. Ziemlich unterschiedlich reagierten allerdings die Festival-Besucher auf diese Maßnahmen: "Ein Teil der Besucher hat für unsere Maßnahmen absolutes Verständnis aufgebracht, andere mussten aber zu ihrer Sicherheit gedrängt wedren." Im Großen und Ganzen sei aber alles friedlich abgelaufen, so Guske abschließend.

Martin Vodermair

Sicherheitskonzept am Ernstfall "geprobt"

Wie berichtet, ergriffen die Sicherheitsbehörden, Feuerwehr, Rettungsdienst und Veranstalter nach einer Unwetterwarnung am Donnerstagabend, 23. August, Maßnahmen zum Schutz der Festivalbesucher. Einige hundert Anreisende mussten zunächst in einer Reithalle untergebracht werden.

Viele der campenden Besucher waren bereits am Donnerstag zum Festival angereist und hatten ihre Lager aufgeschlagen oder befanden sich auf dem Weg zu den Campingplätzen. Gegen 19 Uhr ging eine Unwetterwarnung für den Landkreis Traunstein ein, in der mögliche schwere Gewitter mit orkanartigen Böen, heftigem Starkregen und Hagel angekündigt wurden. Bereits kurze Zeit später trafen sich die Verantwortlichen um notwendige Maßnahmen abzustimmen. Hier konnte erfolgreich auf das zuvor in enger Zusammenarbeit der beteiligten Organisationen erstellte Sicherheitskonzept zurückgegriffen werden.

So wurden sicherheitshalber Verkaufsstände geschlossen, die Musik eingestellt und die Bühne gesichert. Weiter verbreiteten die Verantwortlichen Warndurchsagen per Lautsprecher. Die Besucher forderte man auf, ihre Zelte oder Pkws aufzusuchen. Weitere anreisende Personen wurden von den Bussen nicht zu den Zeltplätzen gebracht, sondern in ein zuvor festgelegtes Notlager - eine große Reithalle in der Nähe des Ortszentrums. Insgesamt etwa 600 Menschen brachten die Einsatzkräfte darin unter.

Weitere anreisende Personen mussten zunächst sicherheitshalber am Bahnhof ausharren oder in den Shuttlebussen bleiben. Mindestens ein Blitz schlug dann auch gegen 20.45 Uhr in unmittelbarer Nähe des Festivalgeländes ein. Es kam zudem zu stärkerem Regen, wobei die erwarteten Windböen nicht das befürchtete Ausmaß annahmen und nach ersten Schätzungen keine Schäden verursachten.

Im weiteren Verlauf konnte den im Bahnhofsbereich wartenden Besuchern der Transport und Zutritt zum Gelände ermöglicht werden und auch die in der Reithalle wartenden Besucher wurden ab etwa 22.15 Uhr zum Festivalgelände transportiert.

Pressemeldung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

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