"Anzapfen" für den guten Zweck

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Bayerisches Rotes Kreuz

Übersee - 93 Blutspender waren in die Überseer Volksschule gekommen, um ihre kostbare Körperflüssigkeit zu spenden - so viele wie noch nie.

Zum zweiten Mal war es nach über sechs Jahren wieder möglich, sich in Übersee „anzapfen“ zu lassen. Nach Auskunft des Blutspendedienstes München werden ab sofort regelmäßig Blutspendetermine in Übersee angeboten. Erfreulich war auch die hohe Zahl von Erstspendern – 19 Personen ließen sich zum ersten Mal stechen. Gerade jetzt zur Ferienzeit sind die gesammelten Blutkonserven besonders wichtig, da auf der einen Seite zwar viele Spender im Urlaub sind, auf der anderen Seite aber durch viele Urlauber im Landkreis und eine erhöhte Anzahl von Unfällen mehr Konserven benötigt werden.

Für Kathrin Voigt aus Übersee ist es bereits die 35. Blutspende, obwohl sie erst 37 Jahre alt ist. Die Überseerin hat sich schon als 18-jährige Schülern zum ersten Mal „stechen“ lassen und besucht nach Möglichkeit möglichst viele Termine im Jahr zum Spenden. Mit dabei sind dieses Mal erstmals ihre beiden Kinder Jonas und Helen, die neugierig an der Liege stehen und genau beobachten, wie die Nadel in die Vene der Mutter gestochen wird und dann der Blutbeutel sich langsam füllt.

Für Kathrin Voigt ist das Blutspenden eine Selbstverständlichkeit: „Wir alle brauchen Spenderblut, auch ich vielleicht irgendwann. Wenn man gesundheitlich fit ist, sollte es jeder tun.“ Bereits ihre Eltern waren treue Blutspender und der Nachwuchs – Jonas und Helen – wohl auch irgendwann, denn Helen meint: „Ist alles nicht schlimm, der Mama hat auch nichts weh getan. Ich spende auch bald mein Blut.“

Der kleine Jonas interessiert sich für die Verbände, die sich auf dem kleinen Tischchen neben der Liege befinden. Marko Hammer, Teamleiter vom Blutspendedienstes des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK), schenkt jedem der Geschwister eine Rolle. Die beiden beschließen, den Verband gleich zu Hause auszuprobieren. Aufmerksam beobachten sie den Teamleiter, wie er den Arm ihrer Mutter, nachdem der Blutbeutel gefüllt ist, verbindet.

Kuscheltier und Badematte

„Jetzt kommt das Lustige“, flötet der kleine Jonas und eilte Mutter und Schwester voraus. Die drei betreten die Schulküche der Überseer Volksschule, wo vom Blutspendeteam, hier waren es zwei Helferinnen der Grassauer BRK-Bereitschaft, eine Brotzeit zur Stärkung angeboten wird. Würstl mit Senf sind bei den Kindern hoch im Kurs, wobei sie schon in den Nebenraum schielen, wo viele bunte Präsente aufgebaut sind. Ein Kuscheltier oder eine Stranddecke? Die Wahl fällt nicht leicht, aber schließlich entscheiden sich die Kinder für ein Spielzeug und nach der kleinen Brotzeit schlendern die drei zufrieden nach Hause. Jetzt wird wohl am Kuschelbär der Klebeverband ausprobiert...

Pressemitteilung Bayerisches Rotes Kreuz

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