Hausnotrufdienst und Feuerwehr retten Seniorin

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Übersee - Großes Glück für eine Überseer Seniorin: Ein Hausnotrufgerät sowie ein Rauchmelder haben der älteren Dame bei einem Küchenbrand wohl das Leben gerettet.

Die Ausstattung ihrer Wohnung mit einem Hausnotrufgerät in Kombination mit einem Rauchmelder und das schnelle Eingreifen der Feuerwehr Übersee mit 25 Mann haben einer Seniorin bei einem Küchenbrand am gestrigen Sonntagmorgen vermutlich das Leben gerettet und hohen Sachschaden verhindert.

Die Frau wurde mit einer Rauchgasvergiftung in die Romed-Klinik Prien gebracht. Der Brand in der Küche verursachte nach ersten Schätzungen der Feuerwehr einen Sachschaden von rund 2000 Euro.

Am Sonntagmorgen gegen 8.30 Uhr ging bei der Integrierten Leiststelle (ILS) Traunstein ein Anruf der Hausnotrufzentrale des Malteser Hilfsdienstes ein. Diese meldete, dass bei einer Seniorin, die in der Wolferstraße wohnt, der Rauchmelder einen Alarm ausgelöst habe.

Da die Malteser keinen Sprechkontakt mit der Frau aufnehmen konnten, wurde sofort die Feuerwehr verständigt.

Um 8.34 Uhr rückte die Feuerwehr Übersee mit dem Löschzug aus. Die ersten, am Einsatzort eingetroffenen Floriansjünger, die mit Atemschutzgeräten vorrückten, fanden ein stark verrauchtes Gebäude und die ältere Frau im Hausgang vor.

Fotos vom Einsatz

Feuwehreinsatz wegen Küchenbrand in Übersee

Seniorin war in Hausgang geflüchtet

Sie hatte sich dorthin geflüchtet, nachdem es in der Küche aus noch ungeklärten Gründen zu einem Brand gekommen war.

Die Floriansjünger konnten das Feuer rasch löschen. Die Frau wurde aus dem Haus und in Sicherheit gebracht.

Weil sie Rauchgas eingeatmet hatte, wurde sie vom BRK-Rettungsdienst zur weiteren Behandlung in das Krankenhaus nach Prien gebracht.

Mit Belüftungsgeräten wurde der Rauch aus dem Gebäude geblasen. Insgesamt waren 25 Feuerwehrler im Einsatz.

Für Kreisbrandinspektor Georg König zeigte sich wieder einmal, wie sinnvoll und lebensrettend es sein kann, wenn Wohngebäude mit Rauchmeldern ausgestattet sind.

Rauchmelder bei Neubauten Pflicht

Bei dem Einsatz zeigte sich laut Feuerwehr zudem, dass ein Hausnotrufgerät für Senioren in Kombination mit einem Rauchmelder besonders wertvoll ist, weil diese Geräte nicht nur einen lauten Heulton abgeben, sondern - wie in diesem Fall über die Hausnotrufzentrale der Malteser in Traunstein - für die schnelle Alarmierung der Feuerwehr sorgt.

In Bayern müssen ab diesem Jahr alle Neubauten per Gesetz mit Rauchmeldern ausgerüstet werden. Bestehende Gebäude müssen bis 2017 mit Rauchmeldern nachgerüstet werden.

Peter Volk (Kreisfeuerwehrverband Traunstein)

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