Malteser-Bilanz: CRS ohne gravierende Notfälle

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Bis zu 90 Malteser-Einsatzsanitäter, darunter auch drei Notärzte, waren beim Chiemsee Reggae Festival rund um die Uhr als Sanitätsdienst präsent. Insgesamt waren mehr als 400 Helferinnen und Helfer im Einsatz. 1160 Patienten wurden in der Unfallhilfsstelle der Malteser versorgt. Auf dem Festivalgelände patrouillierten ständig fünf sogenannte Erstversorgungstrupps (EVT).

Chiemgau - Die Malteser haben beim Chiemsee Reggae Summer eine positive Bilanz gezogen. Im Vergleich zum Vorjahr ging die Anzahl der Patienten zurück, es gab aber auch Härtefälle. 

Übersee. Friedliche, fröhliche und tanzende Reggae-Fans und keine besonders schwerwiegenden Notfälle – diese positive Bilanz zogen die Malteser, die zum siebten Mal in Folge den Sanitätsdienst während des Chiemsee Reggae Summer leisteten. Bis zum Einsatzende am Montagmorgen versorgten die Malteser-Sanitäter und Notärzte 1160 Patienten in der Unfallhilfestelle und damit ein Drittel weniger Patienten als im Vorjahr. Dies lässt sich durch die geringere Besucherzahl beim diesjährigen Festival erklären.

Polizei-Bilanz mit vielen Bildern:

Behandelt wurden in erster Linie Patienten mit Schnitt- und Risswunden, Hautabschürfungen, Blasen, starken Sonnenbränden und Kreislaufproblemen“, bilanziert Christiana Mitterer, Einsatzleiterin der Malteser. 45 Personen mussten zur weiteren Behandlung oder näheren Abklärung mit dem Rettungsdienst in Kliniken gebracht werden.

Wenig erfreulich waren zwei Unfälle am Freitag, dem ersten Festivaltag. Die unsachgemäße Bedienung von Gaskochern und –kartuschen im Bereich der Wohnmobil-Campingplätze führte zu einer Explosion und Stichflammen. Dabei wurden vier Personen verletzt. Zwei mussten mit schweren Brandverletzungen an Beinen, Armen und Oberkörper mit Rettungshubschraubern in Spezialkliniken transportiert werden. Zwei weitere wurden in umliegende Kliniken gebracht. Lebensgefahr besteht bei keinem der vier Brandverletzten.

Die Zahl der Patienten, die wegen übermäßigem Alkoholgenuss zu versorgen waren, war verschwindend gering. Nur 20 minderjährige Patienten wurden wegen Kreislaufproblemen aufgrund von Alkohol- oder Drogenmissbrauch behandelt. Lebensbedrohliche Verletzungen oder Erkrankungen gab es während der fünf Einsatztage der Malteser nicht. „Das Chiemsee Reggae Festival gehört zu den größten Sanitätseinsätzen, die die Malteser jährlich leisten“, erklärte Mitterer.

Rund 90 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer waren in jeder Schicht im Dienst. Insgesamt waren mehr als 400 Malteser-Helfer aus allen Gliederungen in der Erzdiözese München und Freising, von Gräfelfing und Gröbenzell über Erding, Mühldorf und Rosenheim bis Traunstein und Bad Reichenhall im Einsatz. Gearbeitet wurde in einem Zwei-Schicht-System mit jeweils zwölf Stunden Dienst. In der Unfallhilfsstelle der Malteser waren bis zu drei Notärzte parat. Vier Rettungs-, drei Krankenwagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug wurden auf dem Gelände postiert, ebenso pattroulierten ständig fünf Erstversorgungstrupps, um bei Bedarf schnell helfen und die Patienten auf speziellen Rolltragen zur Versorgung in die Unfallhilfestelle transportieren zu können.

Insgesamt leisteten die fast ausschließlich ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer während des Festivals über 11.000 Einsatzstunden. Dazu gehörten auch die Verpflegungsgruppe, die in der Traunsteiner Dienststelle täglich bis zu 350 Essensportionen für die Einsatzkräfte vor Ort kochte, die Gruppe „Technik und Logistik,“ die für die Infrastruktur von Zeltheizung bis Beleuchtung sorgte, die Schnelleinsatzgruppe „Information und Kommunikation“ sowie die Mitarbeiter im Hauptquartier in der Schule in Siegsdorf, wo die Helfer während der Einsatztage übernachteten und sich ausruhen konnten.

Insgesamt war es ein „wenig stressiger Einsatz“, wie einer der Leiter der Unfallhilfsstelle sagte und so hatten auch die Malteser zwischendurch freie Zeit um Musik und Festivalatmosphäre zu genießen. Besonders würdigte Einsatzleiterin Christiana Mitterer die hervorragende Zusammenarbeit mit dem Festivalveranstalter, der Gemeinde Übersee, der Freiwilligen Feuerwehr Übersee, der Deutschen-Lebens-Rettungs-Gesellschaft, der Integrierten Leitstelle Traunstein, der Polizei und den weiteren Sicherheitsdiensten. „Wir haben gemeinsam alles getan, um die Sicherheit der Festivalbesucher zu gewährleisten und bei Notfällen schnell und effektiv Hilfe zu leisten.“

Pressemitteilung Malteser Traunstein

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