1.578 Festival-Patienten in fünf Tagen!

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Übersee - Fünf Tage lang wurde beim Chiemsee Summer wild gefeiert. Trotz 1.578 Patienten ziehen die Malteser, die auf dem Festival den Sanitätsdienst leisteten, ein positives Fazit.

Fünf Tage voll heißer Rhythmen, friedlich feiernde Fans und keine schwerwiegenden Verletzungen oder lebensbedrohliche Erkrankungen – das ist das positive Fazit aus Sicht der Malteser, die auf dem Chiemsee-Festival den Sanitätsdienst leisteten. „Trotz der deutlich größeren Besucherzahl und des regnerischen und kühlen Wetters lag die Zahl der Versorgungen im normalen Rahmen“, so Einsatzleiterin Christiana Mitterer. Bis Montagmorgen behandelten die Malteser-Sanitäter und Notärzte 1.578 Patienten. Im letzten Jahr waren es 1160 Erstversorgungen. 2013 waren es jedoch täglich bis zu 15.000 Besuchern weniger. Auch waren es diesmal durchgehend fünf Festivaltage, statt bisher vier. Somit liegen die Einsatzzahlen deutlich unter dem Schnitt der Vorjahre.

„In erster Linie waren kleinere chirurgische Behandlungen nötig, wie Schnittverletzungen oder Blasen an den Füßen, verursacht durch die unerlässlichen Gummistiefel“, so Mitterer. Diese wurden zumeist direkt in unserer Unfallhilfsstelle versorgt oder genäht und die Patienten konnten anschließend weiterfeiern. Lediglich 53 Personen mussten zur weiteren Versorgung in umliegende Kliniken transportiert werden. Neben den chirurgischen Eingriffen standen Kreislaufschwächen sowie Magen- und Darminfekte sowie Blasenentzündungen im Behandlungsfokus. Nur fünf Prozent aller Versorgungen waren aufgrund von übermäßigem Alkoholkonsum nötig.

Die Malteser leisten seit 2003 den Sanitätsdienst auf dem Chiemsee-Festival. „Der Chiemsee Summer ist während des Jahres die größte Sanitätsveranstaltungen, auf der wir Dienst leisten“, erklärt Mitterer. Die rund 230 Einsatzkräfte kommen aus Malteser-Gliederungen in der gesamten Erzdiözese München und Freising. Heuer wurden sie zudem unterstützt vom Malteser-Hospitaldienst Tirol, der Johanniter Unfallhilfe und des Arbeiter-Samariter-Bundes. Besonders die Zusammenarbeit vor Ort, mit Polizei, Feuerwehr Übersee, Deutscher-Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), Gemeinde Übersee und dem Festivalveranstalter lobt die Einsatzleiterin: „Wir arbeiten seit Jahren Hand in Hand, da herrscht gegenseitiges Vertrauen und Respekt. Das macht den Einsatz leichter und dadurch auch zu einem Höhepunkt auf den sich die Helferinnen und Helfer jedes Jahr freuen und bei dem sie mit großem Engagement und hoher Motivation dabei sind.“ Die Einsatzsanitäter arbeiteten in einem Zwei-Schicht-System mit bis zu 115 Helfern. Besetzt wurden eine Unfallhilfsstelle und vier SOS-Stationen. Zahlreiche Erstversorgungstrupps patrouillierten stets auf dem Festivalgelände. Mehrere Notärzte sowie Rettungs- und Krankenwagen standen fünf Tage, rund um die Uhr, für Notfälle aller Art bereit. Insgesamt leisteten die fast ausschließlich ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer während des Festivals über 11.500 Einsatzstunden. Dazu gehörten auch die Verpflegungsgruppe, die in der Traunsteiner Dienststelle täglich bis zu 250 Essensportionen für die Einsatzkräfte vor Ort kochte, die Gruppe „Technik und Logistik,“ die für die Infrastruktur von Zeltheizung bis Beleuchtung sorgte, die Schnelleinsatzgruppe „Information und Kommunikation“ sowie die Mitarbeiter im „Hauptquartier“ in der Schule in Siegsdorf, wo die Helfer während der Einsatztage übernachteten und sich ausruhen konnten.

Insgesamt war es ein „ruhiger Einsatz, ohne besondere Vorkommnisse“, wie Mitterer bilanzierte. So hatten auch die Malteser zwischendurch freie Zeit um Musik und Festivalatmosphäre zu genießen.

Pressemitteilung Malteser Hilfsdienst e.V.

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