Es geht um 50.000 Quadratmeter

Deutz und Bahnhofstraße: Völlig neues Gesicht für Übersee

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Übersee - Es geht um die Fläche in der Größe von sieben Fußballfeldern: Südlich der Bahnhofstraße und am Deutz-Gelände wird völlig neu geplant. Doch wer bekommt den begehrten Wohnraum?

Der ganze Bereich im Überseer Zentrum südlich des Bahnhofs wird sich komplett verändern: Zum einen wird durch den Wegzug der Deutz AG Platz frei, zum anderen wird der Bereich südlich vom Gecko's und dem Parkplatz an der Bahnhofstraße neu erschlossen. Es geht um insgesamt 50.000 Quadratmeter

Vor allem neuer Wohnraum soll entstehen

Über diesem Bereich, wo der Parkplatz an der Bahnhofsstraße errichtet wurde, soll das Areal erschlossen werden.

Noch sind es die allerersten Schritte, die die Gemeinde macht, aber absehbar ist schon jetzt: Beide Areale sollen in erster Linie fürs Wohnen genutzt werden - in den verschiedensten Formen. Bereits in der vergangenen Woche schickte der Gemeinderat einstimmig ein Planungsbüro auf den Weg, um für das Deutz-Gelände verschiedene Konzepte auszuarbeiten, auf der Bauausschusssitzung am Donnerstag wurde dann deutlich, dass auch südlich der Bahnhofstraße neuer Wohnraum entstehen soll.

Sozialer Wohnungsbau, ein Senioren- und Pflegeheim, sowie Einfamilienhäuser für Einheimische könnten südlich der Bahnhofstraße entstehen. Die Erschließung soll über die Bahnhofstraße erfolgen - doch die Details stehen bei weitem noch nicht fest: Es wurde erst der Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan gefasst.

Kontroversen um Preis und darüber, wer Wohnraum bekommen soll

Einig sind sich die Gemeinderäte, dass es sich bei der Neuplanung der beiden Areale um ein "Jahrhundertprojekt" für Übersee handelt, wie es Christian Huber am Donnerstag bezeichnete. Doch wer wird in erster Linie davon profitieren? "Das Grundkonzept ist gut, aber nur wenn es für die Überseer ist. Ich will nicht noch mehr Zuzügler hier haben", so Huber. Außerdem forderte er eine professionelle Planung und Begleitung für die Gemeinde: "Das Projekt ist sonst einfach zu groß."

Er war nicht der einzige, der Bedenken hatte: Auch Anton Stefanutti oder Wolfgang Hofmann bemängelten immer wieder, dass noch keine Vorverträge abgeschlossen wurden - der Gemeinde gehören die Grundstücke nämlich noch nicht. "Bei einem Preis von 100 Euro pro Quadratmeter würden wir dann den Rahmen des Zumutbaren verlassen. Die Zahl geistert herum", so Stefanutti: "Nicht dass wir mittendrin wieder aussteigen müssen, weil der Grund zu teuer ist." Bürgermeister Nitschke wollte die 100 Euro pro Quadratmeter nicht bestätigen, Herbert Strauch nannte sie "utopisch".

Mit 6:3 Stimmen verabschiedete der Bauausschuss am Donnerstag den Bebauungsplan. Die Gegenstimmen kamen von Stefanutti, Hofmann und Christian Huber. 

xe

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