"Zeugen aus weitem Umkreis"

Bub (2) trieb auf Schwimmtier im Chiemsee: So laufen die Ermittlungen 

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Übersee - Nach der Strafanzeige wegen Verletzung der Fürsorgepflicht gegen eine Frau aus dem Kreis Mühldorf am Inn laufen die Ermittlungen weiterhin. Ihr zweijähriger Sohn trieb vergangene Woche etwa eine Stunde weinend auf einem Schwimmtier auf dem Chiemsee, während von ihr jede Spur fehlte.

"Die Ermittlungen in diesem Fall laufen weiterhin", erklärte auf Nachfrage unserer Redaktion Jürgen Thalmeier, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd. Es müssten derzeit noch eine ganze Reihe von Zeugenaussagen aufgenommen und ausgewertet werden. "Da es sich beim Chiemsee um ein beliebtes Ausflugsziel handelt, kommen die Zeugen nicht nur aus der Umgebung sondern auch aus zahlreichen anderen Regionen in einem weiten Umkreis." Nach Abschluss der Ermittlungen würden deren Ergebnisse dann der Staatsanwaltschaft vorgelegt werden.

Da die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen sind, können derzeit weder die Polizei noch die Staatsanwaltschaft Traunstein oder das zuständige Jugendamt Mühldorf Aussagen zu den möglichen Folgen des Vorfalls machen. 

Bub trieb auf Schwimmtier im Chiemsee

Laut dem Polizeibericht  teilte am Nachmittag des Dienstags der vergangenen Woche, gegen 17.30 Uhr ein Badegast vom Strandbad Übersee der Polizei Grassau mit, dass gerade ein zweijähriges Kind aus dem Chiemsee gerettet worden sei. Der kleine Bub sei auf einem Schwimmtier circa eine Stunde unbeaufsichtigt im Wasser getrieben und hätte dabei unablässig geweint.

Von den Eltern sei zunächst weit und breit nichts zu sehen. Das Kind sei schließlich von anderen Badegästen wohlbehalten an Land gezogen - es war sei bereits circa 70 Meter vom Ufer entfernt gewesen. Nach einer Lautsprecherdurchsage vom Strandbadbetreiber und Suchmaßnahmen sei schließlich die 26-jährige Mutter aus dem Landkreis Mühldorf ausfindig gemacht worden. Bei ihr habe sich noch ein weiterer, sechsjähriger Sohn befunden. Die alleinerziehende Frau wirkte, laut dem Polizeibericht, vollkommen überfordert und bedauerte den Vorfall im Nachhinein.

Die Beteiligten wurden zur Polizeidienststelle nach Grassau verbracht. Das Jugendamt wurde verständigt und gegen die Frau eine Strafanzeige wegen Verletzung der Fürsorgepflicht aufgenommen.

hs/Pressemitteilung Polizeiinspektion Grassau

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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