Postagenturverband Deutschland e.V. klärt auf

Postfiliale in Übersee schließt - Warum immer mehr ihre Partner-Verträge kündigen

Übersee - Eine Betreiberin einer Postfiliale hat ihren Vertrag mit der Deutschen Post AG gekündigt. Der pagd e.V. klärt auf und informiert.

Die Mitteilung im Wortlaut:

Die Betreiberin der Postfiliale in Übersee, Sabine Poets, hat ihren Vertrag mit der Deutsche Post AG gekündigt. Ihr Geschäft „MINA wohnen und mehr“ bleibt aber bestehen. Sie ist damit eine von circa 1200 Filialen (bundesweit) die jährlich schließen. Der Grund liegt hauptsächlich in den geringen Provisionen die die Post zahlt. Die Zahlungen reichen meist nicht für Personal, Miete und Nebenkosten. Deswegen übernehmen immer mehr Städte und Gemeinden Postfilialen in Eigenregie und subventionieren den Dax-Konzern, der gerade jetzt dicke Gewinne einstreicht.

Von Lohnerhöhungen im eigenen Konzern der Deutsche Post AG/DHL profitieren die Postpartnerfilialen nicht. Ob sich in Übersee ein neuer Betreiber einer Post finden wird ist ausgesprochen schwierig, bei den Provisionen. Kaufleute die rechnen, lassen die Finger davon. Wir können zur Zeit nur davon abraten.

Schließende Postfiliale in Übersee.

Vielen Postpartnerfilialen wurden die Verträge der Postbank gekündigt, damit entfällt in diesen Fällen ein großer Teil der Provision. Außerdem verlangt die die Deutsche Post AG plötzlich Sicherheiten für langjährige Verträge. Gerade jetzt wo die Banken Bürgschaften deutlich verteuert haben.

Die Deutsche Post AG ist durch die PUDLV (PostUniversalDienstleistungsVerordnung) verpflichtet in Ortschaften mit über 2000 Einwohnern Filialen zu betreiben. Findet sich niemand, muss Sie selber eintreten. Dies erfolgt meist mit wenig attraktiven Öffnungszeiten und Standorten. Leidtragende sind die Kunden der Post, die immer weitere Wege auf sich nehmen müssen.

Pressemitteilung Postagenturverband Deutschland e.V.

Rubriklistenbild: © Sebastian Gollnow

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