Rothgrabenbrücke endlich eingeweiht

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Eröffnung der neuen Rothgrabenbrücke mit Pater Augustin (von links), dem Grabenstätter Bürgermeister Georg Schützinger, Martin Lechner von der Firma Teerag Asdag, Matthias Gerold vom Ingenieurbüro Dippold & Gerold, dem stellvertretenden Landrat Andreas Danzer, dem Überseer Bürgermeister Marc Nitschke und Klaus Rehm von der Regierung von Oberbayern.

Übersee - Ein weiterer wichtiger Baustein für den „Premium-Radweg“ am Chiemsee: Feierlich wurde die Rothgrabenbrücke zwischen Übersee und Grabenstätt eingeweiht.

Radfahrer und Fußgänger können ab sofort die neue Rothgrabenbrücke passieren. Sie wurde am vergangenen Donnerstag am südöstlichsten Punkt des Chiemseerundweges zwischen Übersee und Grabenstätt feierlich eingeweiht. Pater Augustin und Pater Cyprian segneten die parallel zur Autobahnbrücke verlaufende neue Brücke im Beisein zahlreicher geladener Gäste.

Die am 6. Oktober angelaufenen Bauarbeiten erfolgten unter der Trägerschaft des Abwasser- und Umweltverbandes Chiemsee (AUV) und wurden am Tag der Einweihung erfolgreich abgeschlossen. Der Brückenneubau war aus Gründen der Verkehrssicherheit vorangetrieben worden. Die rund 25 Jahre alte Vorgängerbücke mit Holzleimbinder-Konstruktion war nur rund 2,40 Meter breit, der Ersatzneubau, eine Stahlträgerkonstruktion mit Lärchenholzüberbau, hat nun eine Breite von drei Metern.

Brücke für Autos tabu

Für Autos ist die Brücke trotzdem tabu, denn „um das notwendige Überfahrverbot für Fahrzeuge zu gewährleisten, haben wir eine 1,60-Meter-Engstelle mit zwei rot-weißen Pollern einbauen lassen“, betonte Marlene Berger-Stöckl vom AUV (früher AZV für Abwasserzweckverband). Die Vorgängerbrücke sei immer wieder widerrechtlich von Fahrzeugen passiert worden, so Berger-Stöckl. Mit dieser Maßnahme sei „ein wichtiger Baustein im Zuge des Chiemseerundweges“ geschaffen worden, betonte Klaus Rehm von der Regierung von Oberbayern und ermunterte alle Beteiligten dazu, das Ziel eines „Premium-Radweges“ entschlossen weiterzuverfolgen. „Meine Unterstützung haben sie auf jeden Fall“, so Rehm.

Hochwasserschäden wurden beseitigt

Von einem Bauwerk, „das sich sehen lassen kann“, sprach der Überseer Bürgermeister Marc Nitschke und bedankte sich unter anderem bei der Gemeinde Grabenstätt, die sich zur Hälfte am Baukosten-Eigenanteil beteilige, obwohl sich die Brücke auf Überseer Gemeindegebiet befindet. Grabenstätts Bürgermeister Georg Schützinger freute sich darüber, dass die Brücke trotz des Hochwassers am 23. Oktober, bei dem die provisorische Überfahrt weggeschwemmt worden sei, „im Rahmen des Zeitplans erstellt wurde“. Auch die Schäden, die das Jahrhunderthochwasser im Juni 2013 angerichtet habe, seien im Rahmen der Baumaßnahme beseitigt worden, betonte Nitschke. Abseits von allen Verträgen und Finanzierungsvereinbarungen sehe er in dieser Brücke auch in symbolischer Hinsicht ein verbindendes Element zwischen den beiden Nachbargemeinden, so Pater Augustin vor der Segnung.

Beim Brückenüberbau habe man auf Lärchenholz zurückgegriffen, weil es einen natürlichen Holzschutz habe und damit sehr beständig und widerstandsfähig sei, gab Matthias Gerold vom Planungsbüro Dippold & Gerold zu bedenken. Am Ersatz-Neubau beteiligt waren auch die ausführenden Firmen Teerag Asdag, Lampersberger (Erdbau), Silverstar (Stahlbau), Wimmer (Holzbau) und Posselt Consult (statische Berechnung). Die Brutto-Baukosten belaufen sich auf geschätzte 271.000 Euro, die Auftragssumme (Brutto-Baukosten) auf rund 246.678 Euro.

Unterführung nächstes Bauprojekt

Finanziert wird das Ganze vom AUV Chiemsee über die FAG-Förderung der Regierung von Oberbayern und dem Eigenanteil der Gemeinden Grabenstätt und Übersee. Beide Gemeinden waren bereits je zur Hälfte für den Unterhalt der Vorgängerbrücke zuständig und teilen sich nun auch den Baukosten-Eigenanteil. Das nächste anstehende Chiemseerundweg-Großprojekt ist nun die Unterführung an der Staatsstraße 2096 auf Höhe der Zufahrt zur Hirschauer Bucht. Mit dem Bau soll im kommenden März begonnen werden, hieß es am Rande der Brückeneinweihung.

mmü

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