Hoffnung für Tobias: Kampf zurück ins Leben

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Übersee - Seit einem Skiunfall sitzt der ehemalige Soldat Tobias Schwaiger im Rollstuhl. Täglich kämpft er mit Schmerzen. Doch eine Stammzellen-Transplantation könnte sein Leben verändern.

Tobias Schwaiger ist ein Kämpfer. Er will sich nicht in sein Schicksal ergeben, dass ihm ein schwerer Skiunfall vor fünf Jahren beschert hat. Seitdem sitzt der heute 25-Jährige im Rollstuhl und ist vom Hals an abwärts gelähmt. Vor dem tragischen Unglück war Tobias bei einer Spezialeinheit der Bundeswehr, der sogenannten DSO - Division Spezielle Operationen. "Ich war immer sehr froh um diesen Beruf", erzählt er. Doch ein Skiausflug im Januar 2009 veränderte sein Leben schlagartig.

Mit Freunden verbrachte er seinen Urlaub in Maria Alm. "Wir wollten noch die letzte Abfahrt nutzen, wegen dem schönen Wetter. Doch dann wurde mir ein Eisbrocken zum Verhängnis." Der Eisbrocken hebelt Tobias aus, er fliegt den Hang hinunter und landet mit dem Genick auf einer Eisplatte. Die Diagnose der Ärzte: Querschnittslähmung. Er werde wohl nie wieder laufen können. "Als ich das erfahren habe, habe ich aufgehört zu atmen."

Doch damit nicht genug: Es folgen unzählige Operationen an der Halswirbelsäule für den 25-Jährigen. Zudem hat er ständig Schmerzen: "Ich meinte immer, einiges an Schmerzen aushalten zu können; aber die Grenze ist schon weit überschritten."

Eine Polizeikontrolle in Laufen vor zwei Jahren veränderte dann aber sein Leben. Mit einem Sportwagen wurde Tobias damals von der Polizei angehalten. Einem Beamten fiel dabei auf, dass der 25-Jährige Querschnittsgelähmt ist. "Er hat mir dann von seinem Bruder erzählt, der die selben Verletzungen an der Wirbelsäule hat. Der hatte kurz zuvor eine Stammzellen-Transplantation gemacht und kann sich mittlerweile wieder selbst aufsetzen und den Alltag wieder selbst bewältigen." Seitdem keimt in Tobias wieder die Hoffnung auf ein schmerzfreies Leben. Über Bekannte erfährt er vom "Stem Cell Institute" in Panama, dem weltweit führenden Zentrum für diese Eingriffe. Dort wird eine besondere Form der Therapie angeboten, bei der die Stammzellen in das Rückenmark injiziert werden. Diese bilden Brücken zwischen gequetschten und zerstörten Nervenzellen. Tobias könnte dadurch nicht nur die Schmerzen loswerden, sondern vielleicht sogar bestimmte Funktionen wiedererlangen.

Aber die Therapie ist kostspielig. Rund 80.000 fallen für die Behandlung und die Reisekosten an. Von der Krankenkasse gibt es dafür keinerlei finanzielle Unterstützung. Um das Geld aufzubringen, haben einige Freunde des 25-Jährigen daher jetzt eine Spendenaktion ins Leben gerufen. Die Bürgerstiftung "Traunsteiner Land" unterstützt Tobias und die Aktionen seines Freundeskreises mit einem Spendenkonto.

Wenn auch Sie Tobias Schwaiger helfen möchten, können Sie dies durch eine Spende auf das Konto 10 7777 5 bei der VR-Bank Oberbayern Südost (BLZ 710 900 00) tun. Weitere Informationen über Tobias im Internet unter www.facebook.com/tobischwaiger.wille finden.

Rubriklistenbild: © ps

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