Brand eines Industriegebäudes in Übersee

Über 150 Retter üben Einsatz bei Industriebrand

+

Übersee - Bei einer groß angelegten Übung haben zehn Feuerwehren rund um Übersee den Ernstfall geprobt. Ein Industriegebäude brennt - so hat die Alarmierung gelautet.

Am Abend des 17. Augusts lautete die Übungsannahme "Brand Industriegebäude in Übersee" – 162 ehrenamtliche Feuerwehrler rückten mit 24 Fahrzeugen in Richtung des ehemaligen Deutz-Geländes aus - beobachtet von vielen interessierten Bürgern.

Das Schlagwort "Industriebrand" löst für die Feuerwehr eine Vielzahl an Einsatzmitteln aus: wasserführende Fahrzeuge, Atemschutzgeräteträger, Drehleitern, Pumpen und Fachpersonal zur Unterstützung der Einsatzleitung. Die Aufgabe des örtlichen Kommandanten als Einsatzleiter besteht darin, alle Kräfte und den Raum rund um die Brandstelle zu ordnen. Arbeitsaufträge an die ersteintreffenden Fahrzeuge werden durch ihn verteilt, um die größte Gefahr mit den anfangs wenigen Mitteln so gut es geht zu beherrschen.

Über 150 Retter üben Einsatz bei Industriebrand

Die beiden Löschfahrzeuge aus Übersee übernahmen die Westseite des Gebäudes, retteten eine Person vom Dach, suchten im Bereich der Heizungsanlage nach weiteren Personen und löschten dort auch den ursprünglichen Brandherd. Aufgrund der extremen Brandausbreitung fing jedoch die ehemalige Produktionshalle Feuer.

Zwei weitere Einsatzabschnitte im Norden und Süden wurden gebildet. Mit massivem Wassereinsatz auch über Drehleitern schützten nachrückende Kräfte angrenzende Wohnhäuser und bekämpften die Ausbreitung von Rauch und Flammen.

Parallel entstand vom Überseer Bach aus mit Pumpen und langen Schlauchleitungen die unabhängige Wasserversorgung. Eine Riegelstellung auf dem Dach wurde eingerichtet, um vom Brand nicht betroffene Industrieanlagen zu schützen.

Nach gut anderthalb Stunden war die Großübung für die Feuerwehren Grabenstätt, Grassau, Rottau, Staudach, Marquartstein, Schleching, Unterwössen, Oberwössen, Reit im Winkl und Übersee sowie die Vertreter der Kreisbrandinspektion beendet.

Wichtige Übungsziele wie gemeinsame Kommunikation mittels Digitalfunk, koordiniertes Führen und die Zusammenarbeit von mehreren Löschmannschaften wurden erreicht.

Mindestens genauso wichtig wie die Ziele während der Übung waren die vielen Fachgespräche, das eine oder andere durchaus kritisch debattierte Thema und der gegenseitige Erfahrungsaustausch nach der Übung. Am Ende des Tages haben alle immer das gleiche Ziel: möglichst schnell und professionell Hilfe zu leisten - ehrenamtlich. Herzlichen Dank an alle Freiwilligen Feuerwehren für ihren Einsatz!

Pressemitteilung der Freiwilligen Feuerwehr Übersee

Zurück zur Übersicht: Übersee (Chiemgau)

Auch interessant

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser

MEHR AUS DEM RESSORT