Wasserwacht und Freiwillige Feuerwehr Übersee

Wir springen für Sie ins kalte Wasser!

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Von hinten nach vorne: Michael Biro, Markus Bauer, Martin Stöger, Armin Bachmann

Übersee - Am Samstag, dem 28. Januar, führte die Wasserwacht gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr eine Eisrettungsübung am Chiemseeufer in Übersee durch.

Am 28. Januar von 14 - 16 Uhr trafen sich die Wasserwacht Übersee/Feldwies und die Freiwillige Feuerwehr Übersee an der Wasserwachtstation am Chiemseeufer in Übersee, um gemeinsam eine Eisrettungsübung durchzuführen. Aufgrund der kalten Witterung fror die Überseer Bucht zu großen Teilen zu und viele Menschen trieb es mit Schlittschuhen, Eishockeyschlägern, Schlitten oder auch nur zu Fuß auf die Eisfläche. Doch wie sicher kann man sein, dass das Eis auch wirklich trägt? Und was tun, wenn man einbricht? Gerade in den kommenden Tagen, sollte jedem bewusst werden, dass die Eisdecke wieder zu schmelzen beginnt. Die Temperaturen werden milder, das Eis dünner. Von daher, beschloss die Wasserwacht und die Feuerwehr Übersee intensiv zu üben, wie man eine eingebrochene Person am besten retten kann, ohne selbst einzubrechen.

Die Eisrettungsübung

Hierzu wurde in Ufernähe eine Loch ins Eis geschnitten und ein gut ausgerüsteter Wasserwachtler im dicken Neopren- und Trockenanzug sprang in das 4 Grad kalte Wasser. Anschließend wurden durch die Einsatzkräfte verschiedene Rettungsmittel ausprobiert. Vom einzelnen Retter, der sich auf einem sogenannten "Spine-Board" vorsichtig zur eingebrochenen Person auf dem Bauch liegend vortastet, bis hin zum großen Rettungsschlitten mit bis zu vier Rettern, die den unfreiwilligen Eisschwimmer herausziehen.

Sich selbst aus dem Eis zu befreien ist dagegen äußerst schwierig, bis unmöglich. Ohne Hilfsmittel wie Eispickel oder Ähnliches findet man mit den Händen auf dem glatten Eis keinen Halt. Bricht man ein, ist natürlich die Eisdecke um einen herum auch dünn und bricht immer wieder weg, was das "Eigenretten" natürlich noch erschwert. Und nicht zu vergessen: ES IST KALT! Der Körper kühlt jede Minute mehr aus und es wird schwerer sich zu bewegen.

Also ist schnelle und kompetente Rettung gefragt. Die zahlreichen Teilnehmer beider Rettungsorganisationen haben viel aus der Übung mitgenommen und fühlen sich gut gerüstet für eintreffende Notfälle.

Doch im Hinblick auf den Ernstfall, welcher heute auch schon am Chiemsee und am Königssee eingetreten ist, bleibt zu sagen: Bricht man ein besteht Lebensgefahr! Bleiben sie also bei den milder werdenden Temperaturen besser bei einer Tasse Kinderpunsch am Ufer und bewundern Sie die Eisfläche vom sicheren Land aus - dann bleiben auch die Retter trocken!

Pressemeldung Wasserwacht Übersee

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