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Bayerisches Rotes Kreuz in der Ukrainehilfe aktiv

Erlebnistag mit 40 Kindern und Jugendlichen in
Übersee

Die Altersgruppe bis 14 Jahre beim Anlegen der Ausrüstung für den Kletterparcours.
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Die Altersgruppe bis 14 Jahre beim Anlegen der Ausrüstung für den Kletterparcours.

Bereits über 340 Ratsuchende aus dem Landkreis Traunstein im BRK erfasst. In Folge des Konflikts in der Ukraine ist auch das Bayerische Rote Kreuz im Kreisverband Traunstein in der Flüchtlingshilfe, dem BRK Suchdienstes, der Fachstelle für pflegende Angehörige und den sozialen Diensten aktiv.

Die Mitteilung im Wortlaut:

Übersee - Inzwischen haben sich mehr als 340 Ratsuchende, die im gesamten Landkreis untergebracht sind, an die sozialen Dienste im BRK Traunstein mit der Bitte um Unterstützung gewendet. Darunter viele Senioren und pflegebedürftige Menschen mit ihren Angehörigen aber auch 105 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 0 und 21 Jahren. Ein großer Teil dieser Kinder ist aufgrund der Erlebnisse, der Flucht und der Entwurzelung bereits stark traumatisiert oder es besteht die Befürchtung, dass sich eine Entwicklungsstörung oder psychische Beeinträchtigung entwickeln könnten. Hinzu kommt, dass einige der Eltern, der Kinder und Jugendliche bereits in ihrem Heimatland psychologische Begleitung hatten und sich jetzt mit Ihren Ängsten und Nöten, auch auf Grund von Sprachbarrieren und zu wenigen zielgruppenspezifischen Angebot allein gelassen fühlen.

Vertrauen, Zuverlässigkeit, das Gefühl von Sicherheit sind Grundlagen die benötigt werden, um mit Heranwachsenden in den Kontakt zu treten, damit ein Aufarbeitungsprozess starten kann und sich die Kinder und Jugendlichen öffnen können. So ist die Erlebnispädagogik ein sehr bewährtes Instrument, um einen psychosozialen Erstkontakt herzustellen und damit Grundlagen für vertrauensvolle Interventions- und Präventionsarbeit zu schaffen. Daher haben wir uns sehr gefreut 40 ukrainischen Kinder und Jugendliche im Alter von 8- 20 Jahren einen halben Tag im Klettergarten in Übersee zu ermöglichen. Dazu konnten wir einige Familien begrüßen, die mit ihren Kleinkindern den Tag mit uns genossen haben. Unser Team konnte an diesem Mittwoch ab 10 Uhr gemeinsam mit muttersprachlichen Fachkräften und ehrenamtlicher Unterstützung der BRK Gemeinschaft Wohlfahrts- und Sozialarbeit bei den Kindern- und Jugendlichen und bei den Eltern mit Ansprache, Hilfestellung und einem offenen Ohr Sicherheit und Vertrauen aufbauen. Nach einer von heimischen Betrieben gesponserten Stärkung, konnten sich die Kinder und Jugendlichen bei einer Abkühlung im Chiemsee sich noch austoben, bis es mit dem Bus um 15 Uhr zurück ging.

„Trotz Verständigungsschwierigkeiten und Ängsten, haben die Kinder und Jugendlichen Mut bewiesen, sich lösungsorientiert der Herausforderung gestellt und waren mit Begeisterung dabei“, so Sabine Starost von der BRK Fachstelle, „in der Abschlussrunde erzählten die Eltern, die Kinder und Jugendliche wie gut ihnen der Tag getan hat, abschalten, den Kopf frei bekommen und nicht drüber nachdenken müssen, wie es Verwandten und Freunden in der Ukraine geht oder von bösen Erinnerungen verfolgt zu werden. Es war eine große Dankbarkeit unter den Teilnehmenden zu spüren und der Wunsch nach noch mehr solchen Tagen, um einfach mal zu vergessen.“ Bernhard Lerner, der Leiter der sozialen Dienste im BRK Traunstein: „Dem gesamten haupt-, neben- und ehrenamtlichem Team gebührt unser Dank und unsere Anerkennung für die Leistungen in den letzten sechs Monaten. Unser Ziel ist es nun die Gruppen weiter zu fördern und zu begleiten, in Gruppen- und Einzelansätzen zusätzlichen Raum zum Aufarbeiten der Geschehnisse zu schaffen und den Betroffenen eine Chance zu eröffnen mit ihren Ängsten, Problemen und weiter umzugehen. Um dies zu verwirklichen ist das BRK weiter auf Zeit- und Geldspenden angewiesen“

Pressemitteilung BRK Traunstein

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