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Ergebnis eines Abschlussgespräches

„Verbesserung und Rechtssicherheit bei Entwässerung für Grabenstätt und Übersee“

Die Entwässerung der Gemeinde Übersee über den Mittermoos- bzw. Lindbodengraben ist zukünftig gewährleistet und sichergestellt. Auch für den Ablauf des Mühlbaches in Grabenstätt, in die Hirschauer Bucht, zeichnet sich eine deutliche Verbesserung ab.

Die Mitteilung im Wortlaut:

Übersee/Grabenstätt - Das war das Ergebnis eines Abschlussgespräches im Gasthof Feldwies, in Übersee, zwischen Vertretern der Unteren Naturschutzbehörde, dem Wasserwirtschaftsamt Traunstein, Vertretern der zuständigen Wasser- und Bodenverbände, der Bayerischen Schlösser- und Seenverwaltung und den Bürgermeistern der Gemeinden Übersee und Grabenstätt mit dem Landtagsabgeordneten Klaus Steiner.

Vorausgegangen waren mehrere Gespräche und Ortstermine zwischen den Beteiligten, in denen die Problematik der Entwässerung der beiden Gemeinden erörtert wurde.

Hintergrund der Gesprächsreihe, die von MdL Klaus Steiner initiiert wurde, ist die zunehmende Verlandung der Hirschauer Bucht. Dadurch wird der Abfluss des sogenannten Mittermoos- beziehungsweise Lindbodengrabens in Übersee immer mehr beeinträchtigt. Dies hat erhebliche Auswirkungen auf die Entwässerung von Ortsteilen, Gewerbegebieten, der A8 oder Bahnstrecke München-Salzburg. In Grabenstätt geht es um den ungehinderten Abfluss des Müllbaches, der ebenfalls in die Hirschauer Bucht mündet. Bürgermeister Wirnshofer: „Wir wollen wenigstens alle Möglichkeiten ausschöpfen, um den ungehinderten Abfluss des Mühlbaches zu gewährleisten, gerade vor dem Hintergrund von Starkregenereignissen, die sich sehr negativ in der Gemeinde Grabenstätt auswirken.

„Seit Jahren bereitet die zunehmende Verlandung des Chiemsees im Bereich des Achendeltas und der Hirschauer Bucht den Gemeinden Grabenstätt und Übersee sowie den zuständigen Wasser- und Bodenverbänden, die für den Erhalt einer ordnungsgemäßen Entwässerung in diesem Bereich zuständig sind, große Sorgen“, so Klaus Steiner. Vor diesem Hintergrund fanden auf Einladung des Traunsteiner Stimmkreisabgeordneten mehrere Ortstermine und Teilgespräche statt, die die unterschiedlichen lokalen Herausforderungen der Gemeinden Übersee und Grabenstätt umfassend fachlich behandelten und die einzelnen Problemlagen darstellten.

Bisher sind entsprechende Maßnahmen zur Freihaltung der Mündung der Gräben in der Hirschauer Bucht, wegen des besonderen Schutzstatus des Achendeltas nicht möglich gewesen. Jetzt konnte mit den zuständigen Stellen, wie der Unteren Naturschutzbehörde, dem Wasserwirtschaftsamt und der Schlösser- und Seenverwaltung, eine Einigung erzielt werden, um punktuell im Winter entsprechende Pflegemaßnahmen durchführen zu können.

Bürgermeister Herbert Strauch, Übersee, zeigte sich erfreut, dass jetzt eine Einigung der beteiligten Stellen erzielt werden konnte. Auch für die Gemeinde Grabenstätt sind die Gespräche nach Ansicht von Bürgermeister Gerhard Wirnshofer positiv verlaufen. Allerdings muss noch ein Plan über das konkrete Vorgehen am Mühlbach, im Bereich der Hirschauer Bucht, mit der Unteren Naturschutzbehörde erarbeitet werden. Der Leiter des Wasserwirtschaftsamtes Traunstein, Walter Raith, wies erneut darauf hin, dass die Verlandung des Chiemsees ein natürlicher Prozess sei, der bereits seit Jahrhunderten anhalte. „Die Alpen tragen sich ab, das ist ein erdgeschichtlicher Vorgang, der sich nicht aufhalten lässt.“

Technische Maßnahmen, wie die Entnahme von Kies an der sog. Kiesfalle, hätten eine positive Wirkung, allerdings könnten damit nicht die 300.000 Kubikmeter Schwebstoffe erfasst werden, die sich jährlich im Achendelta absetzen und die wesentliche Ursache für die Verlandung seien. Positiv äußerte sich der Vorsitzende der Entwässerungsgenossenschaft „Lindbodengraben“ Josef Kreuz, Übersee: “Wir haben jetzt nach vielen Jahren endlich Rechtssicherheit und die Möglichkeit entsprechende Maßnahmen durchführen zu können“.

Pressemitteilung Bayerischer Landtag Abgeordneter Klaus Steiner

Rubriklistenbild: © Karl-Hendrik Tittel (Symbolbild)