Hund erleidet Rattengift-Intoxikation

Attacke mit Rattengift: "Das ist so feige"

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Übersee - Brigitte T. steckt der Schock immer noch in den Knochen. Am vergangenen Donnerstag brach ihre Hündin Rosa plötzlich vor ihr zusammen. Der Grund: Eine Rattengift-Attacke!

Der Albtraum für alle Hundebesitzer wurde für die Büroangestellte Brigitte T. am vergangenen Donnerstag Wirklichkeit. Sie will gerade ihre Lauf-Runde mit Hündin Rosa beenden, als dem Tier plötzlich die Hinterläufe wegsacken: "Kurz vor der Haustür hat sie sich dann unter eine Hecke geschleppt." T. reagiert sofort und ruft ihren Tierarzt an. "Ich habe gewusst, da stimmt was nicht." 

Brigitte Tanner mit Rosa an der Ache.

Nach einigen Untersuchungen stellt der Arzt die Diagnose: Verdacht auf Vergiftung. Die 44-Jährige muss also mit Rosa sofort weiter zur Tierklinik nach Rosenheim. Dort untersucht Dr. Dirk Butenandt umgehend das Blut der Hündin und der Verdacht bestätigt sich: "Die Gerinnungswerte waren verzögert, was für eine Rattengift-Intoxikation spricht", so der Fachtierarzt für Kleintiere.

Rosa bekommt eine Infusion mit Elektrolytlösungen und Vitamin K zur Leberbehandlung. Zwei Tage lang muss die junge Hündin am Tropf hängen. "Mittlerweile ist sie wieder relativ fit", berichtet Brigitte T. heute. Doch die Wut über die Rattengift-Attacke sitzt bei der 44-Jährigen immer noch tief. "Wenn einem was nicht passt, dann soll man sich an den Hundehalter wenden und es nicht an dem Hund auslassen. Das ist so feige."

Eine Anzeige bei der Polizei mache aber wenig Sinn, so die Büroangestellte, denn sie wisse nicht genau, wann und wo Rosa vergiftet wurde. Auch Dr. Butenandt konnte im Blut des Hundes kein Rattengift nachweisen, aus einem einfachen Grund: "Moderne Rattengifte wirken erst nach zwei bis drei Wochen. Daher ist ein Nachweis schwierig, weil man nicht weiß, wann der Hund sich vergiftet hat."

Rubriklistenbild: © Privat

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