Viel los rund um den Sportplatz

Zahlreiche Raritäten beim Bulldogtreffen in Übersee

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Seltener Eicher Vollallrad aus den späten 1950er Jahren

Übersee - Am Sonntag war die Gemeinde Übersee am Chiemsee das Ziel für viele Besitzer von Oldtimer-Traktoren und alten Landmaschinen, denn die „Freunde alter Bulldogreptilien Übersee/Feldwies e.V.“ luden zum 11. Bulldog-Oldtimertreffen rund um den Sportplatz.

Das Treffen ist hauptsächlich für alte Traktoren und Landmaschinen organisiert, doch auch einige Autos und LKWs fanden sich auf dem großen Kiesplatz am Sportplatzgelände des TSV Übersee ein. Das Oldtimertreffen findet alle zwei Jahre statt und hatte dieses Jahr viele Raritäten zu bieten.

Bereits am Durchgang vom Besucherparkplatz zum Veranstaltungsgelände warteten einige sehr spannende Maschinen auf das interessierte Publikum, wie beispielsweise ein ausgesprochen seltener Eicher Vollallrad mit luftgekühltem Zweizylindermotor und Renk Getriebe sowie Renk Vorderachse. Der permanente Allradantrieb war zur damaligen Zeit bei den in Forstern gebauten Traktoren ein absolutes Novum, allerdings auch noch nicht ganz ausgereift. Bei längeren Straßenfahrten musste die Kardanwelle zur Vorderachse entfernt werden, um Verspannungen zu verhindern, durch welche die Traktoren im schlimmsten Fall sogar mittig durchbrechen konnten.

Nicht minder interessant war das direkt nebenan stehende Fahrzeug – eine selbstfahrende Kreissäge. Diese Maschine wurde in den 1940er Jahren von der in Übersee mit einem Zweigwerk ansässigen Motoren- und Traktoren-Firma „Deutz“ in Eigenregie gebaut. Bei dem Motor handelt es sich um einen Einzylinder-Dieselmotor mit Verdampferkühlung aus dem eigenen Hause. Der Rahmen des Vehikels stammt von einem Opel Admiral und wurde an einigen Stellen etwas verstärkt. Ebenso wurde das Getriebe aus dem Opel übernommen, lediglich der höchste Gang wurde gesperrt, um die Höchstgeschwindigkeit auf sechs km/h zu drosseln. Im Heck des Fahrzeuges wurde eine große Kreissäge mit Schubtisch verbaut, welche über einen Flachriemen durch die Schwungscheibe des Motors angetrieben wurde.

Nicht minder interessant war das direkt nebenan stehende Fahrzeug – eine selbstfahrende Kreissäge. Diese Maschine wurde in den 1940er Jahren von der in Übersee mit einem Zweigwerk ansässigen Motoren- und Traktoren-Firma „Deutz“ in Eigenregie gebaut. Bei dem Motor handelt es sich um einen Einzylinder-Dieselmotor mit Verdampferkühlung aus dem eigenen Hause. Der Rahmen des Vehikels stammt von einem Opel Admiral und wurde an einigen Stellen etwas verstärkt. Ebenso wurde das Getriebe aus dem Opel übernommen, lediglich der höchste Gang wurde gesperrt, um die Höchstgeschwindigkeit auf sechs km/h zu drosseln. Im Heck des Fahrzeuges wurde eine große Kreissäge mit Schubtisch verbaut, welche über einen Flachriemen durch die Schwungscheibe des Motors angetrieben wurde.

11. Oldtimer-Bulldogtreffen in Übersee

Für die Besitzer der alten Traktoren war allerdings mehr geboten, als nur eine reine Ausstellung. Auf dem sogenannten Zapfwellenprüfstand konnte die aktuelle Leistung des jeweiligen Traktors gemessen werden. Viele der alten Bulldogs stehen heute nicht mehr im Arbeitseinsatz, weshalb die Fahrer immer gespannt auf die aktuelle Leistung ihres Schätzchens am Prüfstand warten.

Doch nicht nur aus der Region reisen die Traktorbesitzer an, zwei Teilnehmer machten sich aus dem Kreis Passau auf die über 150km lange Reise an den Chiemsee. Mit zwei Traktoren samt Planenwagen als Wohnwagenersatz starteten die beiden bereits am Freitag und reisten gemütlich mit nicht einmal 30km/h Höchstgeschwindigkeit nach Übersee.

Sebastian Aicher

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