Mutter aus Landkreis Mühldorf völlig überfordert

Bub (2) treibt eine Stunde weinend auf Schwimmtier im Chiemsee

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Übersee - Am Chiemsee kam es am Dienstag zu einem erschreckenden Vorfall: Ein Zweijähriger trieb weinend im Wasser. Von der Mutter fehlte jede Spur.

Am späten Dienstagnachmittag gegen 17.30 Uhr teilte ein Badegast vom Strandbad Übersee der Polizei Grassau mit, dass gerade ein zweijähriges Kind aus dem Chiemsee gerettet worden sei. Der kleine Bub sei auf einem Schwimmtier circa eine Stunde unbeaufsichtigt im Wasser getrieben und hätte dabei unablässig geweint.

Von den Eltern war zunächst weit und breit nichts zu sehen. Das Kind wurde schließlich von anderen Badegästen wohlbehalten an Land gezogen - es war bereits circa 70 Meter vom Ufer entfernt. 

Mutter (26) völlig überfordert

Nach einer Lautsprecherdurchsage vom Strandbadbetreiber und Suchmaßnahmen konnte schließlich die 26-jährige Mutter aus dem Landkreis Mühldorf ausfindig gemacht werden. Bei ihr befand sich noch ein weiterer, sechsjähriger Sohn. Die alleinerziehende Frau wirkte vollkommen überfordert, bedauerte den Vorfall im Nachhinein. 

Die Beteiligten wurden zur Polizeidienststelle nach Grassau verbracht. Das Jugendamt Traunstein wurde verständigt. Gegen die Frau wurde eine Strafanzeige wegen Verletzung der Fürsorgepflicht aufgenommen. 

Wie gefährlich solche Vorfälle sein können, beweisen zahlreiche Unfälle, die sich in den letzten Wochen ereignet haben. Im Freibad in Eichstätt gab es einen Großeinsatz, nachdem gemeldet worden war, dass dort ein kleines Mädchen (5) untergegangen sein soll. Zudem ging ein Stand-Up-Paddler im Schliersee unter und starb. Außerdem gab es tödliche Badeunfälle am Tachinger See - eine Frau starb nach Atemnot - und am Chiemsee, wo ein 76-Jähriger nur noch tot geborgen werden konnte.

Polizei Grassau/mw

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