Audi-Fahrer drängt beinahe Sattelzug von A8

Übersee - Sattelzüge sind beim Überholen bekanntlich nicht die schnellsten. Einem Audi-Fahrer ging es definitiv zu langsam - dafür hat er nun eine Menge Ärger mit der Polizei:

Am Dienstag gegen 10 Uhr fuhr eine zivile Streife der Verkehrspolizei Traunstein mit einem Videofahrzeug auf der A8 München - Salzburg. Auf Höhe des Chiemsees sahen sie, wie ein ungarischer Sattelzug zwei Kleintransporter überholte.

In Folge dessen konnten die auf dem linken Fahrstreifen fahrenden Autos den Lkw nicht überholen. Einem 65-jährigen Audi-Fahrer aus Oberschleißheim ging das Ganze allerdings nicht schnell genug und er schnitt, nachdem der Sattelzugfahrer wieder auf den rechten Fahrstreifen gefahren war, unmittelbar vor ihm nach rechts vor den Sattelzug. Der Sattelzugfahrer, ein 47-jähriger Bosnier, welcher 22 Tonnen Lebensmittel geladen hatte, musste daraufhin stark nach rechts lenken, um einen Zusammenstoß mit dem Audi zu vermeiden.

Da die Zivilstreife ein paar Fahrzeuge hinter dem Audi fuhr, konnte die Situation auch noch mittels Video dokumentiert werden. Der Audi-Fahrer wurde an der Anschlussstelle Grabenstätt durch die Polizei angehalten und vor Ort wegen dieser Straßenverkehrsgefährdung angezeigt. Auch der Fahrer des Sattelzuges und ein unbeteiligter Zeuge wurden durch die Polizei vernommen.

Den Audi-Fahrer erwartet ein Strafverfahren wegen Straßenverkehrsgefährdung durch grobes Fehlverhalten beim Überholen. Die Staatsanwaltschaft in Traunstein prüft nun nach Einsicht des Videomaterials und der vorliegenden Vernehmungen die zu erwartende Strafe.

Pressemeldung Polizeiinspektion Traunstein

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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