Warum das Bürgerbegehren kommen soll

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Übersee - Gegen einen Bebauungsplan am Chiemseeufer soll es in Übersee ein Bürgerbegehren geben. Was genau die Gegner der Bauvorhaben stört:

Bereits am Freitag haben wir darüber berichtet, dass mehrere Einwohner von Übersee ein Bürgerbegehren initiieren wollen. Sie waren nach einer Informationsveranstaltung mit den vorgelegten Bebauungsplänen für das Chiemseeufer nicht einverstanden und wollen die Umsetzung der bereits rechtskräftigen Pläne noch verhindern. Die Chiemgau-Zeitung berichtet in ihrer Wochenendausgabe ausführlich darüber, was die Kritiker an den Bauvorhaben stört.

Demnach wurde bei der Veranstaltung im Rathaus, zu der rund 100 Bürger kamen, die Angst vor einem Massentourismus im Ort geäußert. Denn zum Kern des Bebauungsplans gehört der Ausbau der Gastronomien "Chiemgauhof und "Seewirtschaft". Bürgermeister Marc Nitschke wollte sich dieser Ansicht nicht anschließen, da nur insgesamt 70 neue Hotelbetten geplant seien.

Größe der neuen Gebäude schreckt ab

Große Unzufriedenheit herrschte bei den Kritikern der Bauprojekte aber auch darüber, dass beide Gastronomien sowohl in der Höhe als auch in der Gesamtfläche wachsen sollen. Die bisher 3,5 Meter hohe "Seewirtschaft" soll laut Chiemgau-Zeitung 7,15 Meter hoch werden und mit 800 Quadratmetern ihre Grundfläche verdreifachen. Der "Chiemgauhof" wäre nach dem Umbau sogar neuen Meter hoch statt den bisherigen 6,5 Metern, wie es auf der Informationsveranstaltung hieß.

Die Kritiker forderten, die Höhe der Gebäude auf dem jetzigen Stand festzuschreiben. Ein kleiner Kompromiss hat sich in dieser Sache bereits angedeutet. Der Chiemgau-Zeitung sagte Bürgermeister Nitschke, er sei mit dem Betreiber des "Chiemgauhofes" einig, dass sich die Höhe des Gebäudes auf 7,5 Meter reduzieren ließe. Schon zuvor sagte der Bürgermeister, dass er kein Verständnis dafür habe, dass nach dreijähriger Planung und Bürgerbeteiligung plötzlich ein solcher Protest entsteht.

Rubriklistenbild: © dpa

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