Christkindlmarkt: Umzug wäre zu teuer

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Der Christkindlmarkt wird nun doch auch bei seiner 31. Auflage am Marktplatz stattfinden und nicht in den Wendelsteinpark verlegt. Die PTG will allerdings die Buden anders anordnen als bisher.

Prien - Auch der 31. Priener Christkindlmarkt wird am Marktplatz aufgebaut. Der Umzug in den Wendelsteinpark scheitert an den Kosten.

Das hat der Verband Priener Unternehmer (VPU) seinen Mitgliedern jetzt in einem Rundschreiben mitgeteilt. Das neue VPU-Vorstandsquartett wollte dem Markt mit dem Umzug auch ein neues, weihnachtlicheres Ambiente verpassen und das Rahmenprogramm erweitern.

Die Pläne, die vor Monaten in einer Pressekonferenz vorgestellt worden waren, scheitern offenbar in erster Linie an den Kosten. "Die Gemeinschaft hat festgestellt, dass das finanzielle Risiko für diesen großen Schritt zu hoch ist und in Folge den Christkindlmarkt in Prien dauerhaft beschädigen oder sogar gefährden könnte", schreibt VPU-Schatzmeister Michael Gerl. "Aus Kostengründen bleibt der Markt dieses Jahr an seinem bisherigen Standort."

Außerdem habe die Priener Tourismus-GmbH (PTG) aufgrund "potenzieller Synergie-Effekte" die Organisation übernommen. Jetzt stricken PTG-Geschäftsführer Ferdinand Reb und seine Mitarbeiter eilig an einem Konzept, das den Markt aufwerten soll. Im Vordergrund stehen für den PTG-Chef ein weihnachtlicheres Ambiente und mehr Bewegung. Damit sich die Besucher nicht in dem bisherigen "engen Schlauch" zwischen den Buden hindurchdrängen, sollen diese anders angeordnet werden, so dass dazwischen eine Art Platz auf dem Marktplatz entsteht. Außerdem hat die Pfarrei bereits Einverständnis signalisiert, dass Buden um die Pfarrkirche herum aufgestellt werden dürfen, also auch zwischen Gotteshaus und Luk-Läden, so dass die Besucher quasi eine Runde über den Markt drehen können. Ein Beleuchtungstechniker entwickelt bereits ein Konzept, um den Markt in das richtige Licht zu setzen, zum Beispiel Bäume indirekt anzustrahlen. Die Aufenthaltsqualität soll durch Schwedenfeuer, Strohballen und weitere Accessoires verbessert werden.

Rebs erklärtes Ziel ist es, den Priener Christkindlmarkt Jahr für Jahr auszubauen. 30 bis 35 Stände soll er dann umfassen. Für heuer haben bereits 20 Fieranten zugesagt, 15 von ihnen sind Stammkunden. Auf eine Anzeige der PTG vor wenigen Tagen in unserer Zeitung haben sich einige neue Interessenten gemeldet. Wichtig ist Reb, dass - neben dem kulinarischen Angebot - nur weihnachtliche und künstlerische Waren angeboten werden.

Ins Rahmenprogramm sollen neben bewährten Kräften auch Schulen und Kindergärten stärker eingebunden werden, zum Beispiel mit Aufführungen von Sing- und Krippenspielen. Für Kinder wird vor dem Heimatmuseum ein kleiner Streichelzoo geschaffen. Ob es weitere spezielle Angebote für die kleinen Besucher geben wird, ist noch offen. Denkbar ist Reb zufolge zum Beispiel eine Winterkegelbahn.

Um den Markt vergrößern zu können, wird die PTG wohl finanzielle Vorleistungen erbringen müssen, denn ihr stehen aus dem Bestand des VPU, der den Markt 30 Jahre lang organisiert hat, laut Reb nur acht brauchbare Buden zur Verfügung.

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