Unterricht im Container

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Für ein Schuljahr wird die Klasse 9d in diesem Provisorium unterichtet.

Marquartstein - 663 Schüler gegenüber 637 im Vorjahr, 25 Klassen zu 23: "Unser Schulgebäude ist ausgereizt bis ins letzte Zimmer.“

Das sagt der Schulleiter der Achental-Realschule, Karl Poppenwimmer, auf Anfrage der Chiemgau-Zeitung über die Schulsituation im gerade begonnenen Schuljahr. Deshalb wandert eine Klasse in den Container. Sehr positiv sieht es der Schulleiter hingegen, dass wegen der vielen, neu zugewiesenen Lehrkräfte die Klassen relativ klein bleiben konnten - durchschnittlich 26 Schüler (30 im Vorjahr). Es gibt heuer fünf siebte Klassen, ansonsten sind alle Klassenstufen vierzügig. Insgesamt unterrichten 45 Lehrer an der Realschule, davon vier Studienreferendare.

Ein Problem sind die fehlenden Klassenzimmer, wenn auch noch im Oktober mit dem neuen Anbau an das Hauptgebäude begonnen werden soll. Hier werden dann im nächsten Jahr vier neue Klassenzimmer und zwei Fachsäle zur Verfügung stehen. In diesem Schuljahr aber muss erst mal improvisiert werden. So ist die Klasse 7b zur Wanderklasse deklariert worden und die 9d muss mit einem Container auf dem Schulhof vorlieb nehmen - äußerlich zwar kein Schmuckstück, aber innen einigermaßen behaglich. "Mit der Aussicht auf unseren geplanten Anbau sind wir in dem Schuljahr gerne bereit, ein wenig zu improvisieren", sagt der Schulleiter.

Der starke Zugang liegt nicht zuletzt an den 48 Schülern aus Bernau. Da die Priener Realschule starken Platzmangel hat, vereinbarten die Landratsämter, dass die Marquartsteiner Realschule Schüler aus der Nachbargemeinde im Kreis Rosenheim annimmt, wobei die Fahrtkosten dann vom anderen Landkreis übernommen werden. Aus weiter abgelegenen Orten kommen auch mehrere Schüler, die am Pilotprojekt Wintersport teilnehmen, das sich an der Realschule so wie am benachbarten Gymnasium seit Jahrzehnten gut bewährt hat.

Da den Schülern bei der Doppelbelastung Schule/Leistungssport geholfen werden soll, wird auch heuer wieder Nachführunterricht in Kernfächern wie Deutsch, Englisch oder Mathematik angeboten. Dieser Unterricht wird unmittelbar nach den Wettkämpfen oder dem Training von Lehrern der Schule am Nachmittag durchgeführt, wobei die Zahl der genehmigten Stunden vom Kultusministerium um die Hälfte gekürzt wurde. Der Förderverein "Schule und Skisport" unterstützt den Nachführunterricht nach wie vor finanziell.

gi/Chiemgau-Zeitung

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