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Polizei Prien in erhöhter Wachsamkeit

Erdgas: Verpächterfamilie fühlt sich bedroht

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Bad Endorf-Mauerkirchen - Gefährliche Ausmaße: Die Familie, die der RAG Austria ihr Grundstück verpachtet hat, fühlt sich jetzt sogar bedroht.

"Wir zünden denen die Hütte an!" "Ihr gehört doch weg!" "Ihr habt Tiere, da kann doch mal was passieren!" Mit solchen Drohungen sieht sich derzeit die Familie, die ihr Grundstück an die Rohöl-Aufsuchungsgesellschaft (RAG) AG Austria verpachtet hat, konfrontiert.

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Nach der Veröffentlichung in der Presse, dass die RAG AG Austria nun die Unterschriften von einigen Verpächterfamilien habe, um in Bad Endorf-Mauerkirchen nach Erdgas zu bohren, sei es im Dorf zunächst noch relativ ruhig geblieben, erklärte die Ehefrau der Familie, auf deren Grundstück gebohrt werden soll. Doch nach der jüngsten Demo in Bad Endorf habe sich die Situation zugespitzt: "Hier wurden wir öffentlich angeprangert. Die Drohungen, die wir jetzt bekommen, laufen völlig aus dem Ruder!" Sogar das Wort "lynchen" sei während der Demo gefallen. Deshalb wage die Familie nun den Gang an die Öffentlichkeit. "Wir möchten, dass zu einer sachlichen Diskussion zurückgekehrt und unsere Entscheidung respektiert wird."

Heftige Vorwürfe erhob die Familie gegen ein Mitglied des Vereins "David gegen Goliath". Dieses hätte die Familie massiv bedrängt und bedroht. Der Verein dagegen betonte gegenüber den OVB-Heimatzeitungen, dass es bei den unangekündigten Besuchen des Mitglieds lediglich um ein finanzielles Angebot gegangen sei, damit die Familie "aus der Situation wieder herauskommt".

Protestaktion gegen RAG

Dr. Andreas Bachmann, Pressesprecher der RAG AG Austria, verurteilte die Vorfälle, bat um eine Versachlichung der Diskussion und betonte erneut: "Im Falle einer Fündigkeit einer Bohrung werden die Vorkommen mit herkömmlichen Fördermethoden - also ohne Fracking - erschlossen." Damit entspricht das Unternehmen auch den Wünschen des bayerischen Umweltministeriums, das sich gestern explizit gegen Fracking, also das Einbringen wassergefährdender Substanzen zur Erschließung von Erdgas, aussprach.

Mit erhöhter Wachsamkeit beobachte die Priener Polizei die Situation in Bad Endorf. Laut des stellvertretenden Dienststellenleiters Stefan Jaworek habe sie die Lage dank "erhöhter Bestreifung" im Griff, erkenne aber "Brisanz und Potenzial" für mehr.

Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

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