"Victoria" segelt demnächst davon

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Die "Victoria" war im Juni und Juli 50-mal auf dem Chiemsee unterwegs, hier als "Eskorte" bei der Jubiläumsveranstaltung des Chiemgau-Tourismus zum 100. Geburtstag des Verbands.

Seebruck - Die Römerwochen "Vivat Bedaium" sind zwar seit Wochen Geschichte, doch ihre Hauptattraktion, das nachgebaute römische Flusskriegsschiff "Victoria" scheint sich vom malerischen Chiemsee einfach nicht trennen zu können.

Ein paar zusätzliche Erholungstage im Chiemgau hat sich die "Victoria" (eigentlich aus Haltern am See/Nordrhein Westfalen) ja durchaus verdient, denn um die 50-mal stach sie zwischen dem 24. Juni und 22. Juli mit voller Besatzung in See und durfte sogar Ministerpräsident Horst Seehofer über das Bayerische Meer schippern. ,"Das absolute ,Highlight' war für mich aber die Abschlussfahrt am Sonntag, 22. Juli, denn da waren alle in originalgetreuer Gewandung und es wurde richtig lang gerudert und gesegelt, fast bis zur Fraueninsel", so der Isinger Geschichtslehrer Marcus Altmann, der als Steuermann im Dauereinsatz gewesen war.

Derzeit ist die "Victoria" dem idyllischen Chiemsee-Eiland noch einmal ganz nahe, denn in der Gstadter Werft von Marcus Grünäugl, dem historische Schiffe besonders am Herzen liegen, muss sie sich einer Generalüberholung unterziehen. Sie sei zwar nicht kaputt, doch nach den Belastungen der letzten Wochen bedürfe ihr Holz einer speziellen Pflege, betont Altmann.

Nach diesem zehntägigen Kur- und Wellness-Aufenthalt soll das 16 Meter lange antike Flusskriegsschiff Ende August für kurze Zeit an seinen Liegeplatz im Seebrucker Segelhafen zurückkehren. Dabei werden sich wohl noch einmal authentische Römer in die Riemen legen, hofft Matthias Ziereis von der Tourist-Info Seebruck, der mit dem Verlauf der Römerwochen "sehr zufrieden" ist.

Es habe ihn gefreut, wie positiv die ganze Aktion von der Bevölkerung aufgenommen worden sei, so Ziereis, "vor allem das historische Fest, das Legionslager und das Römerschiff wurden viel gelobt und ich denke, wir haben in Sachen Geschichte ganz schön Interesse geweckt".

Wer sich von der "Victoria" persönlich verabschieden will, der hat dazu am 29. August in Seebruck die letzte Chance, bevor sie dann mit einem Lastwagen zurück ins rund 750 Kilometer entfernte Haltern transportiert wird. Im dortigen LWL-Römermuseum steht sie bei den Römertagen am 8. und 9. September schon wieder im Rampenlicht.

Ob es am "Bayerischen Meer" jemals ein Wiedersehen geben wird, ist ungewiss.

Chiemgau Zeitung

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