Viel Spaß und keine Langeweile

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Das Landschulheim international: Zum Fototermin kommen alle 76 Jugendlichen aus 20 Nationen zusammen, die derzeit das Marquartsteiner Heimgelände bevölkern.

Marquartstein - Über 25-mal schon kommen Jugendliche des Goethe-Instituts ins Staatliche Landschulheim Marquartstein, um hier die deutsche Sprache und Kultur besser kennenzulernen.

Die Achentalgemeinde ist der älteste und beliebteste Kursort im gesamten Jugendprogramm des Goethe-Instituts. Drei Wochen lang wohnen auch heuer 76 Jugendliche aus 20 Nationen in den Räumen des Internats. Die meisten kommen aus Russland, Spanien und französisch sprechenden Ländern, aber auch außereuropäischen wie der Türkei, Venezuela, Kanada und den USA.Vormittags stehen jeden Tag vier Stunden Deutschunterricht auf dem Programm, wobei die Jugendlichen im Alter zwischen zwölf und 15 Jahren je nach ihrem Kenntnisstand in Gruppen eingeteilt sind. Zweimal nachmittags gibt es Projektunterricht. Dabei kann jeder nach Neigung zum Beispiel in einer Theatergruppe, beim Herstellen der Kurszeitung oder als "Interviewer" mitarbeiten und im Ort kleine Gespräche mit Leuten auf der Straße führen. Wie jedes Jahr werden mehrere große Ausflüge nach München und Salzburg unternommen, aber auch zu näher liegenden Zielen wie zur Sommerrodelbahn am Walchsee oder ins Salzbergwerk Reichenhall. Je nach Wetter gibt es Rad- und Badeausflüge, zum Beispiel zum Wössner See oder ins Prienavera und Bergtouren auf die umliegenden Berge. Im Gespräch mit Elena, Tudor und Mihnea aus Rumänien, und Andrej aus Teschechien, die schon sehr gut Deutsch sprechen, sagen alle übereinstimmend, dass es ihnen hier sehr gut gefällt: "Viel Spaß, es ist nie langweilig."

Alle drei waren sie vorher schon einmal in Deutschland. Elena freut sich vor allem auf Schwimmen und Basketballspielen. Die Musik in der "Disko", die manchmal im Festsaal veranstaltet wird, finden die vier nicht ganz so gut, "eher was für Spanier oder Russen". Fußball scheint in diesem Jahr bei vielen der Jugendlichen der Renner zu sein. Eine große Gruppe fuhr bereits in die Allianz-Arena nach München zum Spiel 1860 München gegen Koblenz, außerdem spielten die besonders begeisterten Fußballer des Jugendkurses auf dem Gelände des TSV Marquartstein gegen eine Mannschaft mit Jugendlichen aus dem Achental, auch um Kontakt mit der einheimischen Bevölkerung zu kommen. Kursleiterin ist heuer Katharina Wieland aus Berlin, die sich mit ihrem Mann Florian als Verwaltungsleiter, fünf weiteren Lehrern, fünf Betreuern und einer Praktikantin um die Jugendlichen kümmert. In Kursorten in Norddeutschland hatte sie schon andere Kurse des Goethe-Instituts geleitet. Für Marquartstein hat sie sich vor allem wegen der schönen Umgebung und der vielen Ausflugsmöglichkeiten entschieden und hat ihre Wahl nicht bereut. "Man merkt, dass der Ort und die Heimschule viel Erfahrung mit internationalen Jugendgruppen haben", sagt sie. Die Küche sei sehr abwechslungsreich und international, aber durchaus auch mit heimischen Gerichten, damit die Gäste auch "Schweinsbraten und Kaiserschmarrn" kennenlernen.

gi/Chiemgau-Zeitung

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