Viel Lob für den VdK Übersee

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Klaus Steiner zeichnet Rosemarie Niedermeyer für 25-jährige Mitgliedschaft aus.

Übersee (CH-Z) - Der VdK Übersee sei einer der "fleißigsten und aktivsten im Landkreis", lobte der Kreisvorsitzende Klaus Steiner in der gut besuchten Herbstversammlung des Ortsverbandes im Gasthaus "Hinterwirt".

Gleichzeitig forderte er auf, für jüngere Mitglieder zu sorgen: "Jetzt müssen Leute nachkommen, die sich genau so engagieren wie ihr."

Vorstand Paul Reichl berichtete über die drei gelungenen Vereinsausflüge und appellierte an die "Nachwuchssammler", sich für die noch bis zum 15. November laufende Sammlung "Helft Wunden heilen" zur Verfügung zu stellen. "In den letzten Jahren war unser Ortsverband bei der Sammlung immer mit an der Spitze im Landkreis", so Reichl nicht ohne Stolz.

Auch Bürgermeister Marc Nitschke drückte seine Freude über die gute Arbeit im Ortsverband aus: "Das soziale Netzwerk in Übersee funktioniert gut, und der VdK trägt wesentlich dazu bei."

Der stellvertretende Kreisvorsitzende Siegfried Hopf informierte über stetig wachsende Mitgliederzahlen. Bayernweit sei man jetzt bei 55.500 Mitgliedern angekommen.

Über drei Säulen der VdK-Arbeit referierte dann der Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Steiner. "In Deutschland und Bayern wird der VdK immer mehr unter dem Aspekt 'Soziale Gerechtigkeit' gefordert." Allein die 50 Prozent Frauen und Kinder der Sozialhilfeempfänger in Deutschland müssten nach seinen Worten mehr gefördert werden.

Als zweite Säule sieht Steiner die Geschäftstellen der Kreisverbände. "Wir haben mit unserer neuen, behindertengerechten Geschäftsstelle in Traunstein ein Signal für einen modernen Dienstleistungsverband gegeben." Nach seinen Worten wird bei Problemen in den verschiedensten sozialen Rechtsgebieten beraten und geholfen.

Wie Steiner weiter berichtete, ist der Kreisverband Traunstein, auf die Einwohner umgerechnet, der Mitglieder stärkste in ganz Bayern. Erstmals sei jetzt die "Schallgrenze von 10.000 Mitgliedern überschritten worden.

Als dritte Säule und "soziale Feuerwehr" der VdK-Arbeit bezeichnete Steiner die Ortsverbände. "Übersee zeichnet zwar eine weitgehend intakte Dorfgemeinschaft aus, aber auch hier gibt es hungernde Kinder sowie Gewalt-, Drogen- und Alkoholprobleme." Der VdK wolle sich deshalb zunehmend um junge Familien kümmern, "zumal die Kriegsopferversorgung als Ur-Aufgabe des VdK aus demografischen Gründen immer mehr abnimmt." Dringend appellierte er an die jüngere Generation, ein Ehrenamt zu übernehmen um soziale Lücken zu schließen.

Für die Kontinuität des Ortsverbandes sprachen anschließend die zahlreichen Ehrungen für langjährige Mitgliedschaften. Das Treuezeichen in Silber für eine zehnjährige Mitgliedschaft erhielten Klaus Steiner, Josef Wimmer, Benno Friedmann, Wolfgang Pichler, Uwe Kolbe, Anna Heindl, und Eleonore Blaim. Nicht anwesend waren die Geehrten Peter Gschwendner, Josefine Anders, Hans Müller, Manfred Lechner, Fritz Kramer, Otto Halbritter, Berta Tatzel und Andreas Gnadl. Das Treuezeichen in Gold für 25 Jahre im VdK nahm Rosemarie Niedermeyer entgegen. Die höchste Auszeichnung für 30-jährige Mitgliedschaft war für Leni Stephl bestimmt, die sie jedoch nicht persönlich in der Versammlung entgegen nehmen konnte.

vd/Chiemgau-Zeitung

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