So viele Einsätze wie noch nie

Atzing - Mit 28 Einsätzen im abgelaufenen Vereinsjahr hat die Feuerwehr von Atzing so viele wie noch nie in ihrer Geschichte seit der Gründung 1904 verzeichnet.

Einen Überblick über die Aktivitäten gaben in der Aktiven-versammlung im Gasthaus Stocker in Atzing Vorstand Andreas Riepertinger und Kommandant Hans-Peter Riepertinger.

Zufriedenstellende Berichte gaben Kassier Wilhelm Feichtner junior und Schriftführer Werner Vietz. Seinen Ausführungen zufolge war 2011 das "Jahr des Baumes" für die Feuerwehr Atzing. Er erinnerte an umgestürzte Bäume, das katastrophale Hagelunwetter mit verheerenden Waldschäden, die Reparaturen im Buchenwald von Munzing zugunsten der Durchführung von Veranstaltungen, das Löschen eines in Brand gesetzten Holzstapels und auch an das Fahren von Firstbäumen bei aktiven Feuerwehrkameraden.

Kommandant Hans-Peter Riepertinger zählte die Vielfalt der Einsätze auf: Die Floriansjünger eilten zu überfluteten Kellern, kümmerten sich um die Stromversorgung nach Sturmschäden, übernahmen Sicherheitswachen im großen Kursaal, beseitigten Ölspuren und bekämpften einen Wohnhaus- und Traktorbrand. Sie informierten sich in der Müllverbrennung in Rosenheim, sie beteiligten sich am 50. Wiedergründungsfest der Priener Gebirgsschützen und sie unterstützten die Primiz von Michael Steindlmüller.

28 Einsätze mit insgesamt 312 Einsatzstunden, zwölf Monats-, sechs Zwischen- und zwei Gemeinschaftsübungen mit benachbarten Feuerwehren bilanzierte Kommandant Hans-Peter Riepertinger. Für einen zweitägigen Motorsägekurs während der Woche nahmen sich seinen Angaben zufolge sechs Feuerwehrkameraden Urlaub. Insgesamt sei die Atzinger Feuerwehr auf 1208 Einsatz- und Übungsstunden gekommen.

Vorstand Andreas Riepertinger gab bekannt, dass heuer der traditionelle musikalische Frühschoppen am oder im Atzinger Vereinshaus am Pfingstsmontag mit der Musikkapelle Wildenwart stattfindet. Die im Vorjahr wegen des Sturmes ausgefallene "wood-party" steige am Samstag, 30. Juni, im Buchenwald Munzing.

Viel Lob und Zustimmung für den Einsatz und Zusammenhalt innerhalb der Atzinger Feuerwehr und zum Wohle der Dorfgemeinschaft gab es von Zweiter Bürgermeisterin Renate Hof. "95 Prozent der Bürgerinnen und Bürger vertrauen der Feuerwehr, damit haben die Feuerwehrleute ein weitaus höheres Ansehen als Ärzte oder Politiker", so die Bürgermeisterin.

Kreisbrandrat Sebastian Ruhsamer lobte die derzeit insgesamt 36 jungen Atzinger Feuerwehr-Aktiven für ihren überdurchschnittlichen Einsatz. Ruhsamer gab bekannt, dass die Feuerwehren der Umgebung benötigt werden, wenn die Bayern-Radtour in den Chiemgau kommt (in Prien am 23. Mai) und wenn vom 22. bis 24. Mai im Inntal zusammen mit der Bundeswehr die sogenannte Terrex-Übung durchgeführt wird. Im Oktober sei eine große Gemeinschafts- und Gas-Übung in Breitbrunn in Planung, so der Kreisbrandrat.

hö/Chiemgau-Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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